Vasektomie

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Die Sterilisation ist eine in der westlichen Welt gängige Verhütungsmethode. Sie wird in Deutschland etwa 50.000 Mal im Jahr durchgeführt. Die Gründe für eine Sterilisation sind vielfältig und reichen von abgeschlossener Familienplanung bis hin zu Alter und Gesundheit. Dabei ist die Sterilisation des Mannes (Vasektomie), bei der die beiden Samenleiter im Hodensack durchtrennt werden, bedeutend einfacher und risikoärmer als eine Sterilisation bei der Frau (Tubensterilisation).

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung

Eine Sterilisation ist endgültig und führt zu dauerhafter Unfruchtbarkeit. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Verbindung der durchtrennten Samenleiter durch mikrochirurgische Verfahren wiederherzustellen (Refertilisierung). Dies geht allerdings nicht in jedem Fall mit einer Wiederherstellung der Fruchtbarkeit einher. In einigen Fällen hat sich die Spermienproduktion zwischenzeitlich verschlechtert. Zudem ist eine Refertilisierung sehr viel aufwändiger und kostenintensiver.

Eine Sterilisation macht entsprechend erst dann Sinn, wenn Sie Ihre Familienplanung abgeschlossen haben. Sie sollten sich Ihre Entscheidung daher gut überlegen. Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Vasektomie ist eine vorher stattgefundene fachärztliche Beratung. Unser Spezialist aus der Urologie in Berlin berät Sie gern und ausführlich zu allen Fragen rund um die Sterilisation beim Mann.

Ablauf der Sterilisation beim Mann (Vasektomie)

Bei uns in der Urologie in Berlin können Sie diesen Eingriff ambulant und unter örtlicher Betäubung durchführen lassen. Möglich sind zwei Operationsmethoden, die sich in Ihrem Ablauf, genauer in der Art und Weise des Zugangs zu Ihren Samenleitern, leicht unterscheiden:

No-Scalpel-Vasectomy (NSV)

Bei der No-Scalpel-Vasectomy (Vasektomie “ohne Skalpell”) punktiert unser Urologe Ihre Hodensackhaut und Samenstranghüllen zunächst und spreizt diese für den Zugang zu Ihren Samenleitern (Ductus deferens). Nun zieht er Ihre Samenleiter leicht heraus und durchtrennt diese. Zudem entfernt er zur Unterbrechung des Transportweges der Spermien von beiden Samenleitern ein 1 bis 3 cm langes Stück. Anschließend verödet unser Spezialist Ihre Samenleiter durch Hitze (Koagulation der Lumina) und unterbindet die Samenleiterenden mit Clips oder Fäden (Ligatur der Ductusstümpfe). In einem nächsten Schritt werden die Enden Ihrer Samenleiter in unterschiedliche Gewebeschichten vernäht (Faszieninterposition), um ein Zusammenwachsen (Rekanalisation) zu verhindern. Abschließend wird die Wunde mithilfe eines Pflasters verschlossen, eine Naht ist in aller Regel nicht erforderlich.

Vasektomie mit Skalpell (klassische Methode)

Bei einer klassischen Vasektomie setzt unser Facharzt für den Zugang zu Ihren Samenleitern größere Schnitte (Inzisionen). Diese Schnitte muss unser Experte nach Abschluss des Eingriffs mit resorbierbaren oder nicht-resorbierbaren Fäden verschließen.

Die klassische Vasektomie dauert insgesamt etwa 30 Minuten, die No-Scalpel-Vasectomy 10 bis 20 Minuten. Die No-Scalpel-Vasectomy gilt dabei bei unseren Experten als weniger traumatisch, da sie laut Studien mit einer geringeren Komplikationsrate (= weniger Blutungen, Nachblutungen, Infektionen) einhergeht. Letztendlich entscheiden aber Sie, welche Methode Sie bevorzugen. Lassen Sie sich von unserem Urologen in Berlin ausführlich hierzu beraten. Erst nach diesem Beratungsgespräch sollten Sie abschließend entscheiden, ob eine Vasektomiesterilisation tatsächlich die richtige Verhütungsmethode für Sie ist.

Ergebnis nach der Vasektomie

Nach einer Vasektomie können Ihre Spermien nicht mehr in die Samenflüssigkeit gelangen, sodass Ihr Ejakulat keine Spermien mehr enthält. Da „normales“ Ejakulat vorrangig aus Prostatasekret besteht, verändern sich auch Volumen, Aussehen oder Geruch Ihres Ejakulats kaum. Die Hormonproduktion in Ihren Hoden bleibt ebenfalls erhalten, auch die Erektionsfähigkeit Ihres Glieds, Ihr Lustempfinden sowie Ihr Orgasmus werden durch den Eingriff nicht beeinflusst. Die weiterhin in Ihren Hoden produzierten Spermien, werden einfach vom Körper abgebaut.

Postoperative Kontrollen

Qualitativ hochwertige Vasektomien zeichnen sich durch eine geringe Versager- und Rekanalisationsrate aus. Dennoch kann es selten (unter 0,1 Prozent der Fälle) auch bei einwandfreier Durchführung der Vasektomie zu einer spontanen Rekanalisation der Samenleiter und damit einer Wiederherstellung des Transportweges der Spermien kommen. Daher wird unser Facharzt nach dem Eingriff Ihr Ejakulat und damit den kompletten Verschluss Ihrer Samenleiter kontrollieren. In Deutschland werden zum Nachweis dieser sogenannten Azoospermie (= keine motilen Spermatozoen) zwei Spermiogramme (Ejakulatanalyse) durchgeführt. Das erste erfolgt nach 6 bis 8 Wochen, das zweite nach 3 bis 4 Monaten. Wir empfehlen dieses zweite Spermiogramm, nach 4 Monaten durchführen zu lassen, da eine frühe Rekanalisation im 3. bis 4. Monat n