Knorpelschaden

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Knorpelschäden am Knie gehören zu den häufigen Erkrankungen, die in jedem Lebensalter auftreten können. Die Ursachen einer sogenannten Chondropathie sind vielfältig und können in Verletzungen oder Verschleiß liegen. Symptome reichen von diffusem und direkt lokalisierbarem Druckschmerz bis zu Bewegungseinschränkungen und Gelenkergüssen.

Knorpelschäden im Kniebereich, Knorpelschäden am Sprunggelenk und einen Knorpelschaden der Kniescheibe sollte man ernst nehmen und rechtzeitig einem Facharzt für Orthopädie vorstellen.

Symptome bei Knorpelschäden im Knie

Beim Knorpelschaden im Knie sind Symptome oft zunächst nicht direkt zuzuordnen. Nach einem Unfall lässt sich der Schmerz meist direkt lokalisieren und verweist auf Knorpelschäden im Knie, doch Knorpelschäden können sich auch schleichend entwickeln. Knorpel weisen keine Nerven auf. Erst bei Kontakt mit der Knochenhaut tritt Schmerz auf.

Schmerzen bei Belastung des Knies durch Sport, beim Gehen, beim Treppensteigen, Schmerzen in Ruhephasen, die mit zunehmender Bewegungseinschränkung verbunden sein können, deuten auf einen sich entwickelnden Knorpelschaden. Laufende Belastung im Alltag kann zu verstärkten Symptomen führen und zeigt eine fortschreitende Schädigung des Knorpels an, die bis zu Entzündungen gehen kann. Wird Druck auf das Knie ausgeübt, treten dumpfe bis stechende Schmerzen auf. Es kann zu Gelenkergüssen mit Schwellungen am Knie kommen. Typisch ist der sogenannte Anlaufschmerz beim Beginn einer das Knie belastenden Tätigkeit. Wer einen Knorpelschaden im Knie durch Symptome vermutet, sollte zeitnah eine Facharztpraxis für Orthopädie aufsuchen.

Ursachen für Knorpelschäden

Knorpelschäden treten in verschiedenen Formen auf und können viele Ursachen haben. Bei einem Trauma durch Unfall ist die Zuordnung leicht. Harte Drehungen und Stöße können das Knorpelgewebe reißen lassen.

Fehlstellung, Missbildung und Überlastungen beim Sport können im Jugendalter zu einem Knorpelschaden im Kniebereich führen. Das Runner’s Knee ist typisch für exzessive Läufer.

Verschleißerscheinungen treten mit zunehmendem Alter auf. Risikofaktoren können genetische Disposition, Fehlhaltungen sowie Fehlbelastungen und Übergewicht sein. Der Knorpel verliert an Elastizität, der Wassergehalt im Gewebe sinkt, die Stoßdämpferfunktion lässt nach. Es entstehen Unebenheiten und Risse, die beim Aufeinandertreffen der Gegenspieler zu erhöhter Reibung und Abnutzung führen.

Entzündungen des Kniegelenks durch Infektionen oder rheumatische Erkrankungen führen zu einer Veränderung der Zusammensetzung des Gelenkwassers. Es kommt zu einer dauernden Reizung des Knorpelgewebes.

Durchblutungsstörungen sind eine weitere Ursache für Knorpelschäden am Sprunggelenk und der weiteren Knieumgebung.

Diagnose

Die Diagnose wird in unserer Facharztpraxis für Orthopädie vorgenommen. Im Gespräch erfragt der Spezialist Vorerkrankungen, Beschwerden und Stärke der Schmerzen. Bei der körperlichen Untersuchung werden die Beweglichkeit der Gelenke und die Druckempfindlichkeit geprüft. Reiben, Verspringen und Fehlhaltungen am Knie werden ertastet.

Gerätebasiert erfolgt die weitere Untersuchung. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) stellt den Knorpelschaden dar. Auch ein CT (Computertomografie) kann Aufschluss über die Knorpel geben.

Röntgenaufnahmen bilden die Knochen ab und zeigen eventuelle Fehlbildungen.

Am exaktesten ist die Arthroskopie. Bei der Gelenkspiegelung kann die Situation vor Ort direkt abgeklärt werden. Der minimalinvasive Eingriff lässt Aufnahmen mit einer Kamera zu. Unter Umständen behebt der Arzt den Schaden in einem Zuge mit der Diagnostik.

4 Stufen werden klassifiziert:

  • Grad 1: eine leichte Erweichung des Knorpels bei intakter Oberfläche mit eventuell minimalen Fissuren
  • Grad 2: Einrisse im Knorpelgewebe mit einer Tiefe unter 50 Prozent der gesamten Knorpeldicke
  • Grad 3: Knorpeldefekte, die über 50 Prozent der gesamten Knorpeldicke durchdringen und bis zur Knochenschicht reichen können
  • Grad 4: freiliegende Knochen; die gesamte Knorpelschicht fehlt.

Nach der Diagnose wird unser Orthopäde bei einem Knorpelschaden im Knie die Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen gemeinsam erörtern.

Knorpelschaden im Knie Behandlungsmöglichkeiten

Nach Art der Schädigung entscheidet der Spezialist über die weitere Vorgehensweise. Ein Knorpelschaden der Kniescheibe oder im weiteren Kniebereich wird konservativ oder operativ behandelt.

Konservative Therapieformen bieten die medikamentöse Behandlung zur Bekämpfung von Entzündungen und zur Schmerzlinderung. So haben sich Hyaluronsäureinfiltrationen bewährt. Physiotherapie kann bei der Korrektur von Fehlstellungen helfen, Fehlbelastungen entgegenwirken und beim Aufbau der Muskulatur unterstützen. Übungen stabilisieren Knorpelschäden und verbessern die Funktion der Gelenke.

Operative Verfahren bieten bei einem Knorpelschaden im Knie auch Behandlungsmöglichkeiten, die effizient und schonend gegen Knorpelschäden vorgehen:

Bei einer Arthroskopie können Knorpel im „Shaving“ geglättet werden, Risse und Fissuren lassen sich kleben, freie Gelenkkörper werden entfernt.

Angeborene Fehlstellungen werden meist offen operiert.

Ein vollständiger Gelenkersatz kann bei Zerstörung des Knorpels angezeigt sein.

Die Transplantation von Knorpelgewebe erfolgt nach individuellen Voraussetzungen als minimalinvasiver oder offener Eingriff. Verwendet wird körpereigenes oder künstlich gezüchtetes Gewebe. Die Knorpelzelltransplantation eignet sich bei gut abgegrenzten, größeren Knorpeldefekten. Bei der Verwendung von körpereigenem Material werden Biopsien aus einem unbelasteten Teil entnommen, im Labor vermehrt und auf eine Basis aufgebracht, die als Transplantat etwa 4 Wochen nach dem ersten Eingriff an der beschädigten Stelle eingesetzt wird.

Heilungsverlauf und allgemeine Prognose

Durch die Diversität möglicher Schäden, die individuellen Voraussetzungen und die unterschiedlichen Therapieansätze ist eine allgemeine Einschätzung des Heilungsverlaufs und der Ergebnisse schwer möglich. Nach dem Grad der Schädigung kann die Zeit der Heilung annähernd bemessen werden.