Bronchitis – Ursachen und Behandlung

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Bei der Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der größeren verzweigten Atemwege. Die Pneumologie unterscheidet zwischen einer akuten und chronischen Verlaufsform.

Worum handelt es sich bei der Bronchitis?

Von einer Bronchitis ist die Rede, wenn sich die Schleimhaut der Bronchien in den unteren Atemwegen entzündet. In den meisten Fällen sind Viren für diese Atemwegserkrankung verantwortlich. Sie zählt zu den am häufigsten vorkommenden Atemwegsinfektionen.

Die Bronchien setzen die Luftröhre fort. Am Unterende kommt es zur Unterteilung in die beiden Hauptbronchien. Von dort aus wird die Atemluft zu den beiden Lungenflügeln weitergeleitet. Im weiteren Verlauf werden die Bronchien zunehmend verzweigter. Sie enden in den winzig kleinen Alveolen (Lungenbläschen). An dieser Stelle wird der lebenswichtige Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben.

Bei den meisten Patienten ist die akute Bronchienentzündung nach etwa 14 Tagen wieder abgeheilt. Mitunter dauert sie aber auch länger und kann in eine chronische Form übergehen. Besonders betroffen davon sind Senioren oder Menschen, die unter Vorerkrankungen leiden.

Die akute Bronchitisform gilt als ansteckend, wobei die Inkubationszeit sehr unterschiedlich ausfällt, was vom jeweiligen Krankheitserreger abhängt. Meist liegt sie zwischen ein und sechs Tagen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion. Dabei besteht das Risiko, die Tröpfchen, die mit Viren kontaminiert sind und durch Niesen oder Husten ausgeschieden werden, einzuatmen. Bei einer Schmierinfektion erfolgt die Übertragung, indem sich der Betroffene mit der Hand an die Nase fasst, wodurch die Keime in die Nasenschleimhaut vordringen können.

Ursachen der Bronchitis

Urheber einer akuten Bronchitis sind beinahe immer Viren, die im Zusammenhang mit einer Erkältungskrankheit auftreten. Durch Rhinoviren wird eine klassische Erkältung ausgelöst. Weitere Verursacher können Coronaviren, Influenzaviren oder Parainfluenzaviren sein.

Leiden Kinder an der Atemwegsinfektion, geht dies jedoch zumeist auf andere Viren zurück wie ECHO-Viren, Adenoviren, RS-Viren oder Coxsackie-Viren. Manchmal zeigt sich eine akute Entzündung der Bronchien auch bei anderen Erkrankungen wie Tuberkulose, Masern, Brucellose oder Keuchhusten.

Nur selten entsteht die Atemwegsentzündung durch Bakterien wie Chlamydien oder Mykoplasmen. Der Facharzt spricht dann von einer Sekundärinfektion. In deren Verlauf wird die Schleimhaut der Bronchien derart geschwächt, dass auch Bakterien zu ihr vordringen. Dabei kann es sich um Bakterien wie Haemoephilus influenza oder Pneumokokken handeln. Liegt ein geschwächtes Immunsystem vor, besteht zudem das Risiko eines Pilzbefalls der Atemwege. Mitunter sind auch Staub und Gase für die Entzündung verantwortlich.

Die chronische Bronchitisform entsteht in erster Linie durch Rauchen. So wird die Atemwegsschleimhaut durch den Tabakrauch in Mitleidenschaft gezogen, die sich entzündet und zähen Schleim herstellt. Auch die Flimmerhärchen innerhalb der Bronchien werden vom Rauch in ihren Bewegungen behindert, sodass sie Schleim oder andere Stoffe nicht mehr richtig wieder aus den Atemwegen befördern können.

Gelegentlich entsteht die chronische Form auch durch schädliche Stoffe am Arbeitsplatz bzw. in der Umwelt wie Gase, Dämpfe oder Staub. Überaus selten wird sie durch genetische Faktoren hervorgerufen.

Symptome

Eine akute Bronchitis wird durch intensiven, trockenen Reizhusten geprägt, der im weiteren Verlauf mit Auswurf einhergeht. Weil die Entzündung meist im Rahmen eines grippalen Infekts auftritt, wird sie von Symptomen begleitet wie:

  • Fieber
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Brennen im Brustbein

Nicht als typisches Bronchitis-Symptom gilt Atemnot. Leidet der Patient jedoch bereits im Vorfeld unter einer Erkrankung der Lunge, kann dies Atemprobleme hervorrufen. In diesem Fall sollte eine Untersuchung auf eine Lungenentzündung erfolgen.

Bei der chronischen Bronchitis-Verlaufsform zeigt sich besonders in den Morgenstunden Husten und Auswurf von Schleim. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr, an weiteren Lungeninfektionen wie einer Lungenentzündung zu erkranken. Im Laufe der Zeit setzt eine schleichende Verschlimmerung der chronischen Form ein und es droht eine chronisch-obstruktive Bronchitis, bei der sich die Atemwege auf Dauer verengen. Bei jedem fünften chronischen Patienten kommt es zu COPD.

Bronchitisuntersuchung in der MEOCLINIC in Berlin

Wenn die Hustenbeschwerden schwer sind und länger als acht Wochen andauern, es zu hohem Fieber kommt, sich Atemnot zeigt oder Blut im abgehusteten Schleim auftritt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist.

Eine Untersuchung und Therapie der Atemwegserkrankung ist auch in der MEOCLINIC in Berlin Mitte möglich. In unserer Privatpraxis für Pneumologie können Sie kurzfristig einen Termin mit unserem Facharzt vereinbaren.

Diagnose

Unser Spezialist für Pneumologie befragt den Patienten zunächst nach seinen Beschwerden. Von Interesse sind außerdem die Färbung des Auswurfs sowie mögliche Vorerkrankungen wie zum Beispiel Asthma. Anschließend hört der Facharzt Herz und Lunge mit einem Stethoskop ab. Als auffällig gelten Geräusche wie Brummen, Pfeifen oder Rasseln.

Besteht Verdacht auf eine Lungenentzündung, kann zudem eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Dabei wird auch abgeklärt, ob möglicherweise Bakterien für die Beschwerden ursächlich sind. In einem Labor lassen sich Abstriche von Rachen und Nase analysieren. Weiterhin ist eine Röntgenuntersuchung bei Verdacht auf Lungenentzündung sinnvoll.

Bronchitis Behandlung

Spezielle Medikamente für eine Bronchitis Behandlung gibt es nicht. Allerdings sind sie bei den meisten Patienten auch gar nicht erforderlich. So reichen normalerweise körperliche Schonung, Inhalieren und ausreichend Flüssigkeit aus, um die Beschwerden zu lindern.

Als wichtig gilt jedoch das Lockern des Schleims in den Bronchien. Beim Abhusten des Sekrets befördert der Körper auch die Keime wieder hinaus. Um den Schleim besser lösen zu können, sollte der Patient reichlich trinken. Hilfreich sind außerdem schleimlösende Arzneimittel wie Hustenlöser, die Ambroxol oder N-Acetylcystein enthalten.

Verläuft der Reizhusten peinigend und lässt sich nicht auswerfen, ist die Gabe von Hustenstillern hilfreich. Durch Antitussiva wie Codein wird der Hustenreiz unterdrückt. Einige Mittel dieser Art sind allerdings nur gegen ein ärztliches Rezept erhältlich. Diese Präparate dürfen nur für eine kurze Zeitspanne zur Anwendung gelangen, da sie Opiate enthalten, die abhängig machen können.

Bei der Therapie der chronischen Bronchitisform steht der Verzicht auf Tabakwaren im Vordergrund. Nur wenn der Patient konsequent auf Zigaretten verzichtet, macht eine weitere Behandlung Sinn.

Außerdem kann der Patient viel selbst tun. Unser Spezialist empfiehlt ihm bestimmte Atemtechniken oder Atemgymnastik. Ebenso ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen und Sport zu treiben. Ist die Erkrankung schon fortgeschritten, empfiehlt sich dabei ärztliche Aufsicht.

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, weil sie die Gesundheit fördert. Das trifft besonders auf Personen mit Untergewicht zu. Falls nötig, kann der Facharzt Medikamente verschreiben, die die Bronchien erweitern, wozu Beta-Sympathomimetika zählen. Sie verfügen über die Eigenschaft, Atemnot zu lindern. Besteht außerdem eine bakterielle Infektion, erhält der Patient Antibiotika.