Erkrankungen der Nieren

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Geringe Harnproduktion, Schwellungen an Gesicht, Händen und Beinen sowie Kurzatmigkeit, hoher Blutdruck, Frieren und Müdigkeit sind relativ unspezifische Symptome. Sie können aber auch auf eine Nierenerkrankung hinweisen. Je früher Sie diese Beschwerden bei uns in der Urologie in Berlin abklären, desto besser kann unser Facharzt reagieren und eine für Sie geeignete Behandlung einleiten. Denn insbesondere bei Nierenerkrankungen hat ein frühes Eingreifen einen entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

Funktion der Nieren

Die Nieren gehören zu unseren Ausscheidungsorganen. Sie filtern Substanzen aus dem Blut, die überflüssig sind oder auch schädlich sein können. Die ausgefilterten Stoffe werden schließlich mit dem Harn ausgeschieden. Über diese Filterfunktion unterstützen die Nieren den Körper bei der Regulierung des pH-Werts und Salz-Wasser-Haushalts. Darüber hinaus werden von den Nieren Hormone gebildet, die an der Blutdruckregulation und Blutbildung partizipieren. Bei Nierenerkrankungen sind diese wichtigen Funktionen der Nieren eingeschränkt.

Erkrankungen der Nieren

Die häufigsten Nierenerkrankungen sind:

  • Nierenversagen
  • Nierenentzündung
  • Nierensteine
  • Nierenzellkrebs
  • polyzystische Nierenerkrankungen (Zystennieren)

Nierenversagen

Arbeiten die Nieren nicht mehr richtig, kann dies zu einem akuten oder chronischem Nierenversagen führen. Unser Spezialist spricht in diesem Fall von einer Niereninsuffizienz. Bei einer akuten Niereninsuffizienz kommt es zu einem schnellen Abfall der Nierenfunktion innerhalb weniger Stunden bis Tage. Ein akutes Nierenversagen entwickelt sich häufig im Alter, bei vorbestehender Nierenfunktionseinschränkung, Proteinurie (übermäßige Eiweißausscheidung) und Diabetes mellitus. Dabei zeigt sie zu Beginn keine Symptome. Ein frühes Anzeichen ist allerdings eine verminderte Flüssigkeitsausscheidung (Wasserretention), die sich anhand von Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) und Bluthochdruck äußert. Spätere Beschwerden sind Müdigkeit und verminderte Konzentrationsfähigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Juckreiz (Pruritus). Die akute Niereninsuffizienz ist grundsätzlich reversibel. Sie kann sich also bei schneller Therapieeinleitung wieder zurückbilden.

Eine chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich dagegen über längere Zeit. Bei ihr fallen nach und nach die kleinsten Funktionseinheiten der Nieren (Nephrone) aus, sodass die Nierenfunktion sukzessiv eingeschränkt wird. Die häufigsten Ursachen für eine chronische Niereninsuffizienz sind Diabetes mellitus (30-40 Prozent) und eine arterielle Hypertonie (ca. 20 Prozent). Auch die chronische Niereninsuffizienz ist zu Beginn asymptomatisch. Im weiteren Verlauf können sich Leistungsabfall, Juckreiz, Beinödeme, Enzephalopathie sowie Erbrechen und Übelkeit zeigen. Die Erkrankung ist nicht reversibel, kann aber bei schnellem Behandlungsbeginn gestoppt werden, sodass die Beschwerden nicht schlimmer werden.

Nierenentzündung

Daneben können die Nieren entzündet sein. Die Entzündungen betreffen dabei entweder die Nierenkörperchen (Glomerulonephritis), die Nierenkanälchen und das umgebende Zwischengewebe (interstitielle Nephritis) oder das Nierenbecken (Pyelonephritis). Die Ursache einer Glomerulonephritis ist bislang nicht abschließend geklärt. Unsere Fachärzte aus der Urologie gehen aber von einer Beteiligung des Immunsystems durch Ablagerungen von Immunkomplexen oder Antikörperbildung gegen Bestandteile der Nierenkörperchen aus. Eine interstitielle Nephritis wird in den meisten Fällen durch Medikamentenmissbrauch hervorgerufen. Die Nierenbeckenentzündung ist dagegen oftmals die Folge einer aus den Harnwegen aufsteigenden bakteriellen Infektion. Auch eine Nierenentzündung geht häufig mit keinen bzw. unspezifischen Beschwerden wie Fieber einher. Bei Nierenbeckenentzündungen zeigt sich zudem häufig ein heftiger Flankenschmerz. Nierenentzündungen sollten Sie immer bei uns in Berlin behandeln lassen, denn eine Chronifizierung des Entzündungsgeschehens schädigt nachhaltig Ihre Nieren und kann zu Nierenversagen führen.

Nierensteine

Als Nierensteine (Nephrolithen) bezeichnet unser Urologe kristalline Ablagerungen im Nierenbeckenkelchsystem. Auch Ansammlungen vieler kleiner Steinchen (Nierengrieß) können auftreten. Können diese nicht ausgespült werden, verklumpen sie und entwickeln sich zu Nierensteinen. Nierensteine entstehen, wenn in den Nieren ein Ungleichgewicht zwischen steinbildenden und steinlösenden Substanzen besteht. Diese kristallisieren und fallen aus dem Urin aus. Nierensteine können durch eine einseitige Ernährung (u. a. zu viele Milchprodukte, erhöhte Vitamin D-Zufuhr, zu wenig Vitamin A), Flüssigkeitsmangel, aber auch durch bestimmte Medikamente und Erkrankungen begünstigt werden. Sie sind gekennzeichnet durch plötzlich auftretende Schmerzen (Nierenkoliken) und Flankenschmerz. Daneben können Übelkeit, Erbrechen, Darmlähmung mit Blähbauch, Schüttelfrost, Fieber, Probleme bei Wasserlassen sowie Blut im Urin auftreten.

Nierenzellkrebs (Nierenzellkarzinom)

Nierenzellkrebs ist der häufigste bösartige (maligne) Tumor der Niere. Er entwickelt sich aus den Nierenkanälchen (Tubuli). Unser Spezialist kann einen Nierenzellkrebs im frühen Stadium sehr gut behandeln, weshalb Sie sich bei einem Verdacht frühzeitig einen Untersuchungstermin in unserer Urologie in Berlin bemühen sollten. Die genauen Ursachen sind heute noch nicht abschließend geklärt. Als Risikofaktoren gelten aber Rauchen, Übergewicht (Adipositas) und Bluthochdruck. Die meisten Nierenzellkarzinome verursachen keine Beschwerden und werden häufig zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung der Nieren entdeckt. Erst in späteren Stadien zeigen sich Symptome wie Blut im Urin (Hämaturie), Schmerzen, Gewichtsverlust sowie tastbare Tumoren.

Polyzystische Nierenerkrankungen (Zystennieren)

Unter dem Begriff der Polyzystischen Nierenerkrankungen fassen unsere Experten eine Reihe von Nierenerkrankungen zusammen, die als gemeinsames Charakteristikum Zystennieren aufweisen. Die meisten Erkrankungen sind erblich bzw. durch Mutationen an bestimmten Genen bedingt. Diese Veränderungen des Erbguts führen zu einer vermehrten Bildung von Epithelgewebe, das sich zu Zysten entwickelt. Zystennieren verlaufen chronisch und führen häufig zu einem Nierenversagen. Sie können eine oder beide Nieren betreffen. Die ersten Anzeichen zeigen sich zumeist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Zu diesen gehören Rückenschmerzen, Blut im Urin, Harnwegsinfektionen und Nierensteine. Ein weiterer Hinweis ist häufig Bluthochdruck.

Wie werden Nierenerkrankungen diagnostiziert?

Bei einem Verdacht auf eine Nierenerkrankung kontrolliert unser Facharzt der MEOCLINIC zunächst die Nierenfunktion anhand von Blut- und Harnuntersuchungen. Dabei wird beispielsweise die glomeruläre Filtrationsrate, die angibt, wie schnell und effektiv Ihre Nieren den Harn filtern können, bestimmt. Erniedrigte Werte sind ein Hinweis auf eine Insuffizienz. Auch bestimmten Entzündungsparameter und der Kreatinin-Wert geben Aufschluss über vorliegende Entzündungen und Funktionseinschränkungen. Daneben weisen weitere Laborwerte wie beispielsweise ein erhöhter Eiweißgehalt und das Vorhandensein von roten oder weißen Blutkörperchen im Urin auf eine Schädigung der Nieren, insbesondere der Glomeruli, hin. Eine voranschreitenden Nierenerkrankung diagnostiziert unser Spezialist klinisch und anhand verschiedener zusätzlicher Laborwerte (u. a. Übersäuerung, zu hohe Phosphat- und Kaliumwerte im Blut, Überwässerung). Schließlich misst unser Urologe Ihren Blutdruck, da ein erhöhter Wert häufig durch eine Nierenerkrankung bedin