Erkrankungen der Hoden

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Erkrankungen der Hoden sind häufig sehr unangenehm. Schmerzen, Schwellungen und Rötungen können auf unterschiedliche Ursachen hinweisen, die in einigen Fällen auch zu einer Unfruchtbarkeit führen können. Lassen Sie sich frühzeitig von unserem Expertenteam der Urologie in unserer Privatklinik in Berlin beraten und vermeiden Sie Langzeitfolgen.

Überblick über Hodenerkrankungen

Der gesunde Mann verfügt über zwei im Hodensack befindliche Keimdrüsen (Testes bzw. Hoden). Diese produzieren mit Einsetzen der Pubertät Samenzellen und das männliche Sexualhormon Testosteron. Jedem Hoden „aufgelagert“ ist ein Nebenhoden (Epididymis), in dem die Samenzellen zu Spermien heranreifen und gespeichert werden. Die Hoden sind sehr empfindlich und können daher von unterschiedlichen Erkrankungen betroffen sein. Häufige Erkrankungen der Hoden sind:

  • Hodentorsion (Hodenverdrehung)
  • Hodenretention (Hodenhochstand)
  • Spermatozele (Nebenhodenzyste)
  • Epididymitis (Nebenhodenentzündung)
  • Hydrozele (Wasserbruch)
  • Varikozele (Krampfader des Hodens)
  • Hodenkarzinom (bösartiger Hodentumor)

Hodentorsion (Hodenverdrehung)

Ist der Hoden am Samenstrang um die Längsachse verdreht, sprechen unsere Spezialisten von einer Hodentorsion. Sie äußert sich anhand von plötzlich auftretenden, starken Schmerzen am Hodensack, Schwellungen und Rötungen. Auch Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Herzrasen können auftreten. Säuglinge können eine Hodentorsion durch Schreien, Unruhe, Erbrechen und Nahrungsverweigerung signalisieren.

Da durch die Verdrehung die Blutgefäße abgeschnürt werden, ist die Blutzufuhr zum Hoden unterbunden und die Keimdrüse kann absterben. Die Hodentorsion stellt daher einen urologischen Notfall dar, der innerhalb weniger Stunden (6-8 Stunden) behandelt werden muss. Unser Urologe diagnostiziert eine Hodentorsion anhand einer Untersuchung des Hodens sowie einer Ultraschalluntersuchung.

In einigen Fällen kann unser Facharzt der MEOCLINIC die Hodentorsion von außen beheben, indem er den Hodensack durch die Haut „zurückdreht“. In den meisten Fällen ist allerdings ein operativer Eingriff erforderlich. Bei diesem wird der Hodensack von unserem Spezialisten eröffnet, der Hoden in seine ursprüngliche Lage gedreht und zur Vermeidung einer erneuten Hodentorsion in dieser fixiert. Ist der Hoden abgestorben, muss unser Urologe diesen entfernen.

Hodenretention (Hodenhochstand)

Die Hoden werden während der Embryonalentwicklung paarig im Bauchraum angelegt. Erst nach der Geburt „wandern“ sie in den Hodensack. In manchen Fällen findet allerdings kein vollständiges Absinken der Hoden in den Hodensack statt, was unsere Experten als Hodenretention oder Hodenhochstand bezeichnen. Sie ist zumeist auf einen Mangel an männlichen Hormonen zurückzuführen. Daher kontrolliert der Kinderarzt im Rahmen der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen auch immer die Hoden des Kindes. Bei Auffälligkeiten versucht der Arzt zunächst medikamentös ein vollständiges Absinken der Hoden herbeizuführen. Ist dies nicht erfolgreich, kann unser Spezialist in Berlin den Hoden am Hodensackboden operativ fixieren.

Spermatozele (Nebenhodenzyste)

Entwickelt sich im Bereich der Nebenhoden eine Zyste, sprechen unsere Fachärzte von einer Spermatozele. Diese wird durch eine Abflussstörung des Samenleiters zwischen Nebenhoden und Samenblase verursacht, die wiederum durch kleinere Verletzungen oder entzündliche Veränderungen bedingt wird. In der Zyste sammeln sich Spermien. Durch den „Samenstau“ bildet sich eine Blase, die mit Spermien gefüllt ist. Diese ist leicht schmerzhaft und weich. Sie muss in den meisten Fällen nicht behandelt werden und bildet sich selbstständig zurück.

Epididymitis (Nebenhodenentzündung)

Eine Entzündung der Nebenhoden ist sehr schmerzhaft. Sie geht mit starker Schwellung, rötlicher Verfärbung des Hodensacks und Wärmebildung einher. Zumeist ist die Entzündung eine Folge einer sich über die Samenleiter ausbreitenden bakteriellen Infektion der Harnwege oder Prostata, weshalb auch hohes Fieber auftreten kann. Unser Spezialist diagnostiziert die Entzündung mithilfe von Blut-, Urin-, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen. Zur Vermeidung bleibender Schädigungen verschreibt unser Spezialist aus der Urologie Antibiotika und Schmerzmittel und verordn