Koloproktologie / Dick- und Enddarmchirurgie

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Die Koloproktologie ist ein Teilgebiet der Proktologie. Wie diese beschäftigt sie sich mit Erkrankungen des Enddarms, zu dem Mastdarm und Analkanal gehören.

Darüber hinaus ist die Koloproktologie jedoch für Leiden des gesamten Darms und Erkrankungen des Beckenbodens zuständig. Neben der Behandlung klassisch-proktologischer Erkrankungen wie z.B. Hämorrhoiden oder Fisteln liegt der Schwerpunkt der Koloproktologie insbesondere auf der Behandlung von Kontinenzschwächen wie analer Inkontinenz und Stuhlentleerungsstörungen sowie der Therapie bei Beckenbodenschwäche.

Ausführliche Beratung und präzise Diagnostik

Für viele Patientinnen und Patienten sind diese Körperregionen ein Tabuthema. Doch auch in Berlin steht ein Spezialist der Koloproktologie den Erkrankten zur Seite. In einer umfassenden und individuellen Beratung klärt der Experte zu den vielfältigen und modernen Therapieverfahren in der Chirurgie auf. Bei Erkrankungen des Enddarms/Darms stehen zudem mit der Prokto-/Rektoskopie sowie Koloskopie diagnostische Verfahren zur Verfügung, die genauen Aufschluss über die Ursachen der Erkrankung geben.

Moderne OP-Verfahren in der Chirurgie sind schonend

Wenn konservative Maßnahmen keine Besserung der Beschwerden bewirken oder infolge des Befundes nicht infrage kommen, prüft der Facharzt, welche operativen Verfahren erforderlich sind. In der Dick und Enddarmchirurgie / Koloproktologie können dazu heute für die verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden moderne, indikationsbezogene OP-Verfahren zur Anwendung kommen. Dies betrifft unter anderem Eingriffe bei Darmvorfall wie einem Mastdarmvorfall (Rektumprolaps) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Divertikulitis). In der Proktologie werden zudem auch gut und bösartige Dickdarmerkrankungen erkannt und operativ behandelt.

Mastdarmvorfall (Rektumprolaps): Funktionelle Störung ist behebbar

Den Mastdarmvorfall zählt die Proktologie zu den koloproktologischen funktionellen Störungen, die häufig mit Problemen bei der Darmentleerung (Defäkationsprobleme) verbunden sind oder sich in Form von Verstopfungen (Obstipation) äußern. Beim Rektumprolaps handelt es sich um einen Vorfall aller Wandschichten des Mastdarmes (Rektum) in oder aus dem Analkanal heraus. Neben dem sichtbaren Darmvorfall klagen Patienten klagen oft über Beschwerden wie Juckreiz, Schwäche, den Stuhl zu halten, Abgang von Schleim, Blutung und Nässen. Ein äußerer Darmvorfall bereitet häufig krampfartige Schmerzen. Ursache für einen Mastdarmvorfall kann eine schwache Beckenbodenmuskulatur nach mehrfachen Geburten sein. Aber auch eine Bindegewebsschwäche oder chronische Obstipation kommen als Grund in Frage.

Gut und bösartige Dickdarmerkrankungen: Früherkennung ist entscheidend

In Deutschland ist Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau sowie das dritthäufigste Karzinom des Mannes. Oft erst im fortgeschrittenen Stadium treten die typische Beschwerden wie Blut im Stuhl, Schleim, Leistungsabfall oder Gewichtsverlust auf. Bei gut und bösartigen Dickdarmerkrankungen müssen Teile des Darms entfernt werden. Daher sind Maßnahmen der Früherkennung wie die Darmspiegelung (Koloskopie) von entscheidender Bedeutung.

Aus Darmpolypen können Kolonkarzinome werden

Bei der Koloskopie können Darmpolypen, die sich in Drüsen und an den Schleimhäuten gebildet haben, entfernt werden. Bei den meisten Darmpolypen handelt es sich um sogenannte Adenome, die zu den gutartigen Tumoren zählen. Darmpolypen sollten immer entfernt werden, da das Risiko besteht, dass sich aus ihnen Darmkrebs entsteht. 90 Prozent aller Kolonkarzinome entstehen aus Darmpolypen. Es kann fünf bis zehn Jahre dauern, bis sich aus einem Darmpolypen ein Kol