Struma

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Charakteristika einer Struma

Als Struma oder Kropf wird eine krankhafte, aber gutartige Vergrößerung der Schilddrüse bezeichnet. Zur Unterscheidung ihres Fortschrittstadiums werden Strumen in die Grade 0 bis III eingeteilt. Ab Grad I ist der Kropf nicht nur tastbar, sondern bei zurückgebeugtem Kopf auch als Verdickung am Hals sichtbar. Im Stadium III kann die Struma eine enorme Größe erreichen. Das Wachstum der Schilddrüse kann sich auch nach innen hinter dem Brustbein in die Brusthöhle erstrecken (retrosternale Struma), so dass die Vergrößerung von außen nicht sichtbar ist.

Die mit über 90 Prozent wichtigste Ursache für die Entstehung der sich allmählich vergrößernden Schilddrüse ist ein Jodmangel. Die Schilddrüse produziert die beiden Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). In beiden Hormonmolekülen sind Jodatome eingebaut, die über die Nahrung in Form von Jodid aufgenommen werden. Wenn zu wenig Jodid in der Nahrung enthalten ist, kommt es zu einer Unterproduktion der Schilddrüse (Hypothyreose), die unser Stoffwechsel durch Vermehrung des Schilddrüsengewebes auszugleichen versucht. Strumen, die sich ausschließlich aus undifferenziertem Schilddrüsengewebe zusammensetzen, werden als Struma diffusa bezeichnet. Sie sind von der Struma nodosa mit mindestens einem abgekapselten Knoten zu unterscheiden.

Spezifische Struma Symptome sind so gut wie keine bekannt. Erst, wenn sich ein Hormonmangel einstellt, sind die Symptome identisch mit denen der Hypothyreose. Es sind auch Schilddrüsenvergrößerungen aus anderen Gründen zu beobachten. Es kann sich dabei beispielsweise um abgekapselte Schilddrüsenadenome handeln, um Schilddrüsenzysten oder um einen der seltenen Schilddrüsenkrebsarten.

Welche Möglichkeiten der Struma Behandlung sind gebräuchlich?

Aufgrund der kaum vorhandenen spezifischen Struma Symptome – mit Ausnahme der häufig weniger schönen Ästhetik im fortgeschrittenen Stadium II oder III – besteht keine Veranlassung für eine besonders schnell wirksame Behandlung. Es entspricht daher einer gewissen Logik, dass die Therapie eines Jodmangelstrumas, sofern er keine physikalischen Probleme in Form von Atem- oder Schluckbeschwerden bereitet, zunächst aus einer genau dosierten Zufuhr von Jodid oder einer kombinierten Gabe von Jodid und Thyroxin besteht. Die Schilddrüse kann dann die Hormone T3 und T4 in ausreichendem Maße produzieren, so dass das Steuerhormon TSH im Blut absinkt, und so der Anreiz zur Bildung weiteren Schilddrüsengewebes entfällt. Die Schilddrüse bildet sich im Regelfall über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis Jahren langsam wieder zurück.

Eine operative Entfernung des Strumagewebes wird erst dann angeraten, wenn die medikamentöse Behandlung nach mehreren Monaten keine Verbesserungen erkennen lässt. Indikationen für eine baldige chirurgische Lösung bestehen vor allem, wenn das vermehrte Schilddrüsengewebe Schaden oder Probleme wie Atem- oder Schluckbeschwerden durch physikalische Verdrängung erzeugt. In der Chirurgie unserer Privatklink mitten in Berlin steht in der Fachabteilung Endokrine Chirurgie / Schilddrüsenchirurgie ein sehr erfahrenes Ärzteteam bereit, das mit Ihnen zusammen eine mögliche Struma diffusa oder Struma nodosa OP besprechen kann. Auch für eine eventuelle Struma multinodosa Operation ist das Ärzteteam bestens gerüstet und verfügt in der Chirurgie über modernst ausgerüstete Operationssäle und erfahrene und hochmotivierte OP-Teams.

Welche Indikationen sprechen für eine teilweise und welche für eine totale Entfernung der Schilddrüse?

Bei einem operativen Eingriff in unserer Fachabteilung Endokrine Chirurgie / Schilddrüsenchirurgie zur Entfernung einer Struma ist es von großer Bedeutung, ob mit dem überschüssigen Gewebe die gesamte Schilddrüse (Thyreoidektomie) oder in Form der Strumaresektion nur eine Teilentfernung der Thyreoidea geplant ist. Eine Teilentfernung der Schilddrüse ist mit einem geringeren Risiko für die Stimmbandnerven behaftet, und es besteht die Hoffnung, dass das verbliebene Drüsengewebe die Hormonproduktion allmählich wieder in ausreichendem Maße aufnehmen kann, so dass die lebenslange tägliche Einnahme von Thyroxin entfällt. Wenn auch das Ziel einer Struma Behandlung in einer Strumaresektion und nicht in einer Thyreoidektomie besteht, gibt es Indikationen, die – meist aus Vorsorgegründen – für eine vollständige Entfernung der Schilddrüse sprechen. Es handelt sich dabei um als krebsartig oder krebsverdächtig erkannte und diagnostizierte Wucherungen in der Schilddrüse. In diesen Fällen wird eine vollständige Entfernung der Schilddrüse zugunsten verbesserter Heilungschancen angeraten. Die Operation sollte nur ein erfahrener Spezialist und Facharzt durchführen, wie sie in unserer Fachabteilung Endokrine Chirurgie / Schilddrüsenchirurgie bereitstehen, da eine Struma nodosa OP oder auch eine Struma multinodosa Operation mit größtmöglicher Präzision durchgeführt werden muss.

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