Potenzstörungen

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Unter dem Sammelbegriff der Potenzstörung fassen unsere Experten eine Reihe von männlichen Sexualstörungen zusammen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die zugrundeliegenden Ursachen. Lassen Sie sich von den Fachärzten aus unserer Urologie in Berlin ausführlich zum Thema beraten.

Was sind Potenzstörungen?

Als Potenzstörung bezeichnen unsere Experten verschiedene Sexualstörungen des Mannes. Zu diesen gehören in erster Linie:

  • Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
  • Libidoverlust
  • Ejakulationsstörungen
  • herabgesetzte Zeugungsfähigkeit (Infertilität)

Dauerhaft bestehende Potenzstörungen werden als Impotenz bezeichnet.

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)

Als Erektionsstörung bezeichnet unser Urologe eine Einschränkung der erektilen Funktion. Sie geht mit der Unfähigkeit einher, die für den Geschlechtsakt erforderliche Steife des Glieds (Erektion) aufzubauen bzw. aufrechtzuerhalten. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Erektionsstörung nimmt mit zunehmendem Alter zu. So sind lediglich 2,3 Prozent der Männer in der 3. Lebensdekade von einer erektilen Dysfunktion betroffen. In der 7. Lebensdekade sind es bereits 53,4 Prozent.

Erektile Funktionsstörungen sind nicht selten ein erstes Anzeichen für eine Gefäßerkrankung wie Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“). Bei dieser sind die Wände der Blutgefäße geschädigt und die Blutgefäße können ihre Gefäßweite nicht mehr hinreichend regulieren. Diese Gefäßschädigung kann auch die Durchblutung der Penisschwellkörper betreffen, die für die Erektion (Versteifung) des Glieds sorgen. Bewegungsmangel, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen sowie das metabolische Syndrom (= kombinierte Stoffwechselstörung bei Diabetes mellitus) sind die zentralen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen.

Libidoverlust

Der Libidoverlust zeichnet sich durch sexuelle Lustlosigkeit (= fehlende sexuelle Appetenz) aus. Sexuelles Verlangen und auch sexuelle Phantasien sind bei ihr vermindert. Sie geht häufig mit einem Leidensdruck in der Partnerschaft einher.

Ein Verlust der Libido kann unter anderem durch geringe Testosteronwerte bedingt sein. Die Libido ist maßgeblich von der Produktion des männlichen Sexualhormons abhängig. Diese sinkt mit zunehmendem Alter, weshalb bei älteren Männern oftmals Libido und Erektionsfähigkeit zugleich beeinträchtigt sind. Sehr selten kann unser Spezialist eine erniedrigte Testosteronproduktion auf einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse zurückführen. Derartige Tumoren können die Bildung bestimmter Hormone, die die Testosteronproduktion stimulieren, unterdrücken. Auch bestimmte Medikamente (u. a. Risperidon, Haloperidol) können den Testosteronspiegel negativ beeinträchtigen. Sie erhöhen die Konzentration von Prolaktin im Körper, ein Hormon, das die Testosteronbildung herabsetzt. Manchmal können die Hoden selbst beeinträchtigt sein, die für die Testosteronproduktion verantwortlich sind. Dieser sogenannte Hypogonadismus kann sich unter anderem infolge einer Erkrankung (Hodentorsion, Hodentumor), nach einer Chemotherapie, Infektion (u. a. Mumps) oder aufgrund einer angeborenen Störung (u. a. Klinefelter-Syndrom) entwickeln. Schließlich können psychische Erkrankungen und Störungen wie Depressionen und Angststörungen mit einem Libidoverlust einhergehen. Verstärkt werden kann dies zusätzlich durch die in diesen Fällen eingenommenen Medikamente (u. a. Antidepressiva, Neuroleptika).

Ejakulationsstörungen

Bei Ejakulationsstörungen liegen Beeinträchtigungen hinsichtlich des Samenergusses (Ejakulation) vor. Hier findet der Samenerguss vorzeitig oder verspätet statt. Er kann zudem ausbleiben oder auch mit Schmerzen einhergehen. Auch sogenannte retrograde Ejakulationen, bei welchen der Samenerguss in die Harnblase fehlgeleitet ist, gehören zu den Ejakulationsstörungen. Auch Ejakulationsstörungen können auf einen Testosteronmangel hinweisen. Daneben wirken sich Schilddrüsenfunktionsstörungen, ein Missbrauch von Alkohol und Drogen, Nervenschädigungen sowie bestimmte Medikamente negativ auf die Ejakulation aus.

Herabgesetzte Zeugungsfähigkeit (Infertilität)

Bleibt eine Schwangerschaft nach einem Jahr trotz eines regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs aus, sprechen unsere Experten aus der Urologie von einer verminderten Zeugungsfähigkeit (Infertilität). Sie ist auf eine zu geringe Konzentration an zeugungsfähigen Spermien im Ejakulat zurückzuführen. Im Spermiogramm (Ejakulatanalyse) des betroffenen Mannes findet unser Urologe keine oder deformierte Spermien. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Zu diesen gehören:

  • angeborene Fehlbildungen wie Hodenfehlbildungen oder das Fehlen eines Samenleiters
  • kindlicher Hodenhochstand
  • Hodentumorbehandlung mit Chemo- und/oder Strahlentherapie
  • Infektionen im Bereich von Hoden, Nebenhoden und Prostata
  • bestimmte Medikamente
  • Nikotin- und Drogenkonsum

Benignes Prostatasyndrom

Daneben kann eine gutartige Prostatavergrößerung (benignes Prostatasyndrom), die bei der Mehrheit der Männer höheren Alters zu beobachten ist, zu einer Potenzstörung führen. Durch die zunehmende Gewebezunahme der Prostata werden auch die protatischen Gänge immer stärker verschlossen. Dies kann Schmerzen beim Sexualverkehr und während der Ejakulation verursachen. Auch Erektionsstörungen und Prostataentzündungen werden in diesem Zusammenhang häufig festgestellt. Die Erkrankung zeigt sich anhand von nächtlichem Urinieren, schwachem Urinstrahl, starkem Harndrang sowie einer unvollständigen Blasenentleerung (Restharnbildung). Hier kann zudem die medikamentöse Behandlung mit Arzneimitteln wie Finasterid oder Tamsulosin häufig zu Erektions-, Libido- und Ejakulationsstörungen führen.

Diagnostik und Untersuchungen bei Potenzstörungen

Zunächst wird unser Facharzt Sie in einem Anamnesegespräch zu Ihrem Sexualverhalten und -verlangen befragen, um die erforderlichen Untersuchungen ableiten zu können. Auch zu möglichen zugrundeliegenden Vorerkrankungen sowie Ihren Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum wird er Sie befragen. Anschließend wird unser Experte Ihre Hoden und Prostata untersuchen. Bei Auffälligkeiten kann er eine Ultraschalluntersuchung durchführen lassen, um Beschaffenheit und Größe der untersuchten Strukturen detailliert betrachten zu können. Im Rahmen einer neurologischen Untersuchung wird unser Urologe zudem Ihre Urogenitalregion auf Störungen (u. a. Inkontinenz, Traumata, Abszesse) hin prüfen. Darüber hinaus gehört auch eine Blutuntersuchung zur Basisdiagnostik bei einem Verdacht auf eine Potenzstörung. Hier kontrolliert unser Experte verschiedene Parameter wie die Konzentration Ihrer Sexualhormone, Ihren Prolaktinspiegel, Ihre Blutfettwerte sowie die Kennwerte, die Aufschluss über Ihren Glucosestoffwechsel geben. Auch Leber-, Nieren- und Prostatawerte werden zum Ausschluss ernsthafter Systemerkrankungen kontrolliert. Je nach Befund können weitere Untersuchungen erforderlich werden. Hierzu gehören unter anderem kardiologische Untersuchungen bei Verdacht auf Gefäßerkrankungen oder eine weiterführende neurologische Diagnostik bei Anzeichen einer Nervenschädigung.

Behandlungsmöglichkeiten bei Potenzstörungen

Unser Facharzt wird nach ausführlicher Diagnostik eine auf Ihr Krankheitsbild und die diesem zugrundeliegenden Ursachen angepasste Behandlung empfehlen.

Sollte bei Ihnen ein Testosteronmangel (Hypogonadismus) vorliegen, kann eine Hormonersatztherapie mit Testosteron infrage kommen. Ist dieser durch eine medikamentenbedingte Prolaktinerhöhung verursacht, kann gegebenenfalls ein Wirkstoffwechsel Abhilfe sch