Prüfung Stereosehen / Farben

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Wie funktioniert Stereosehen?

Der Begriff Stereosehen wird synonym auch mit Begriffen wie räumliches Sehen, dreidimensionales Sehen, stereoskopisches Sehen und 3D-Sehen verwendet. Analog zum Stereohören geht es darum, Gesehenes im dreidimensionalen Raum zu verorten. Das ist besonders wichtig, um Entfernungen besser abschätzen zu können. Die Fähigkeit zum räumlichen Sehen basiert in erster Linie auf unserem binokularen Sehen, also Sehen mit zwei Augen. Beide Augen erzeugen im sich überlappenden Bereich von etwa 120 Grad zwei leicht unterschiedliche Bilder, so dass wir eigentlich zwei Bilder sehen müssten. Unser Sehzentrum im Gehirn ist in der Lage, die beiden Bilder so zu verarbeiten, dass wir nur ein einziges Bild mit räumlicher Auflösung wahrnehmen. Das Sehzentrum verfügt also über ein sehr leistungsfähiges Bildbearbeitungsprogramm, das optische beidäugige (binokulare) Wahrnehmungen ständig in Echtzeit zu einem einzigen dreidimensionalen Bild umwandelt, so als ob wir nur über ein Auge ähnlich einer Helmkamera verfügen würden.

Die enorme bildbearbeitende Leistung unseres Sehzentrums basiert auf einer Mischung aus angeborenen Fähigkeiten und in frühester Kindheit erworbenen Erfahrungen. Bei Verlust der Sehfähigkeit auf einem Auge geht prinzipiell echtes dreidimensionales Sehen verloren. Dennoch kann unser Sehzentrum auch bei einäugigem (monokularem) Sehen gut zurechtkommen. Die abgebildete Größe bekannter Gegenstände nutzt unser Gehirn zur Einschätzung von Entfernungen, so dass eine Art 3D-Eindruck entsteht. Betroffene Personen können sogar mit gewissen Einschränkungen Ballspiele wie Fußball, Volleyball oder Tennis ausüben. Die Kompensation funktioniert bei größeren Entfernungen von mehr als 6 Metern besonders gut. Bei nahen Entfernungen allerdings weniger gut. Sie können das ausprobieren, indem Sie versuchen, einäugig einen Faden in eine Nadel einzufädeln.

Wie funktioniert Farbsehen?

Das Sehvermögen basiert auf lichtempfindlichen Fotorezeptoren, die sich in einer charakteristischen Verteilung auf der Netzhaut unserer Augen befinden. Die Augenheilkunde unterscheidet dabei zwischen zwei verschiedenen Typen von Sensoren, den Stäbchen und den Zapfen. Für das Farbsehen und gleichzeitig für das hochauflösende „Scharfsehen“ sind die Zapfen verantwortlich. Das Gros der 6 bis 7 Millionen Zapfen befindet sich auf der Netzhaut im Bereich der Makula, auch Gelber Fleck genannt. Die Zapfen dominieren unser zentrales Gesichtsfeld. Die stäbchenförmigen Fotorezeptoren, von denen sich bis zu 120 Millionen in der Netzhaut außerhalb der Makula verteilen, sind sehr viel lichtempfindlicher als die Zapfen, und sie reagieren auf Bewegungen, die sich im peripheren Gesichtsfeld abspielen.

Es wird bei den Zapfen zwischen S-, M- und L-Zapfen mit unterschiedlichen Absorptionsmaxima hinsichtlich der Wellenlänge des Lichts unterschieden. Die einzelnen Absorptionsmaxima liegen in den Spektralbereichen Blauviolett (S-Zapfen), Grün (M-Zapfen) und Rot-Gelb (L-Zapfen). Vergleichbar mit einem Drei- oder Vierfarbendruck ist unser Sehzentrum im Gehirn in der Lage, uns je nach Intensität der Grundfarben jeglichen Mischfarbeindruck zu vermitteln.

Prüfung Stereo Sehen / Farben

Sehtests, die bei uns in der MEOCLINIC mitten in Berlin in Übereinstimmung mit der Augenheilkunde durchgeführt werden, beinhalten weitaus mehr als nur einfache Tests auf eine eventuell vorliegende rot-grün-Farbschwäche oder ein einfacher Test der Fähigkeit zum Stereo Sehen. Die Prüfung Stereo Sehen / Farben ist Teil eines umfangreicheren Sehtests, der bei uns fachgerecht, völlig schmerzfrei und teilweise mit Unterstützung optischer Geräte durchgeführt wird. Das bedeutet, dass der Spezialist, Facharzt oder Augenarzt, der die Untersuchung durchführt, auch auf andere mögliche Defizite der Augen aufmerksam wird, die Sie selbst im normalen Alltag nicht bemerken. Auf Wunsch kann auch ein Sehtest integriert werden in Übereinstimmung mit der augenärztlichen Untersuchung wie sie für die Führerscheinprüfung erforderlich ist. Die zentrale Tagessehschärfe Werte dürfen dabei im Falle beidäugigen Sehens 0,5 Gesamtsehschärfe und die des schlechteren Auges 0,2 nicht unterschreiten.

Prüfung Stereosehen

Der 3D Sehtest für Kinder und die Prüfung der Stereosehfähigkeit bei Erwachsenen ist sehr wichtig. Den Aufwand an „Bildbearbeitung“, den die Sehrinde (visueller Cortex) in unserem Gehirn ständig betreibt, um uns 3D Bilder zu liefern, kann das Gehirn auch unbemerkt leisten, um Defizite oder Fehlstellungen eines Auges auszugleichen. Das kann zu unspezifischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Ermüdung und Konzentrationsschwierigkeiten sowie zu Schwindelgefühlen führen. Falls bestimmte Defizite diagnostiziert werden, ist die Früherkennung meist besonders wichtig, um mit einfachen Mitteln Abhilfe zu schaffen.

In unserer Privaten Augenarztpraxis verfügen wir über alle üblichen Testverfahren, die zur Überprüfung der Stereosehfähigkeit Verwendung finden. Dazu gehören auch die Lang-Stereotests I und II. Es handelt sich um Testkarten mit scheinbar wahllos aufgedruckten schwarzen Punkten, die allerdings bei intaktem Stereosehen bestimmte Figuren in 3D erkennen lassen. Ein relativ neues und modernes Verfahren ist der 3D Sehtest für Kinder und Erwachsene, mit dem wir in unserer MEOCLINIC in Berlin bereits umfangreiche, positive Erfahrungen sammeln konnten. Anstelle der sonst üblichen Buchstabentafeln wird wie bei 3D Filmen eine 3D Brille verwendet, durch die der Patient blickt und bei intaktem Stereosehvermögen bestimmte Figuren oder Gegenstände erkennt.

Prüfung der Farbsehfähigkeit

Farbsehschwächen wie die Rot- und die Grünblindheit sind relativ häufig, während eine Blaublindheit nur sehr selten ist. In der Regel sind vorhandene Farbschwächen ererbt. Ein erstes Indiz für eine Rot-Grün-Farbschwäche liefern Ishihara Farbtafeln. Der Patient sieht auf einer Farbkarte viele Farbkreise, auf denen eine bestimmte Zahl oder bei Kleinkindern ein Tier oder eine Figur erkennbar ist, sofern intaktes Farbsehen vorliegt. Mit dem Ishihara-Verfahren können Farbsehschwächen nur qualitativ, nicht aber quantitativ diagnostiziert werden. Eine quantitative Bestimmung einer Rot-Grün-Schwäche liefert das Amaloskop wie wir es in unserer MEOCLINIC in Berlin häufig gebrauchen. Der Patient schaut durch ein Okular – ähnlich dem eines Mikroskops – und sieht zwei Halbkreise. Einer der Halbkreise erscheint gelb ausgefüllt, während sich die Farbe des anderen Halbkreises aus Rot-Grün-Anteilen zusammensetzt. Der Patient kann durch Verdrehen einer Schraube die Farbe so mischen, dass sie exakt mit dem gelben Halbkreis übereinstimmt. Unser untersuchender Spezialist, Facharzt oder Augenarzt kann dadurch eine eventuelle Rot-Grün-Schwäche erkennen und sogar quantifizieren. Anhand des Farnsworth-Tests lässt sich auch die seltene Blau-Schwäche in der Farbwahrnehmung erkennen und quantifizieren. In unseren Sehtests hinsichtlich Farbsehen und Stereosehen sind auch die Zentrale Tagessehschärfe Werte enthalten zur offiziellen Vorlage vor Behörden, die entsprechende Augentests vorschreiben.

Unsere Augenärzte in der Augenarzt Praxis Berlin