Schaumsklerosierung

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Mit der Schaumsklerosierung verfügt die Phlebologie seit Beginn des 21. Jahrhunderts über eine ästhetische Behandlung, mit der sich Venenerkrankungen ohne Operationen und damit sehr schonend therapieren lassen. Die Schaumverödung kommt heute zudem bei allen Ausprägungen von Krampfadern zum Einsatz, von den sogenannten Besenreisern über tiefer liegende erkrankte Gefäße bis hin zu betroffenen Stammvenen. Unsere Fachärzte an der MEOCLINIC in Berlin beraten Betroffene ausführlich, ob dieses moderne Verfahren auch Ihnen helfen kann.

Eine Weiterentwicklung der klassischen Verödung

Krampfadern werden in der Medizin Varizen genannt. Eine Krampfader-Behandlung bezeichnet man als Varikose-Therapie. Bei der sogenannten Sklerosierung (Verödung) nimmt der Venenspezialist eine Verödung der Varizen vor, indem er eine Flüssigkeit in die erkrankten Venen spritzt. Damit wird ein chemischer Reiz in den Gefäßwänden der krankhaft erweiterten Venen ausgelöst, sodass sich deren Blutgefäße verschließen.

Das Prinzip der Verödung: Aus der erkrankten Vene wird Bindegewebe

Das Wirkprinzip, Varizen mit einem flüssigen Sklerosierungsmittel zu veröden, beruht also darauf, einen körpereigenen Prozess anzuregen. Mit dem gezielten Einspritzen in die Krampfader erzeugt der Venen-Spezialist eine Entzündungsreaktion. Dadurch verklebten die Wände des behandelten Gefäßes. Die Varize schließt sich und verwandelt sich in einen Strang aus Bindegewebe.

Das Verfahren unterscheidet sich von der klassischen Verödung darin, dass die Flüssigkeit mit Luft gemischt wird. Dabei verwendet der Venenspezialist zwei Spritzen. Die eine enthält das Mittel zur Verödung. In der anderen Spritze befindet sich Luft. Mithilfe eines Schlauches, der beide Spritzen verbindet, spritzt der Facharzt die Luft und das Verödungsmittel so lange hin und her, bis sich ein Schaum bildet. Der Schaum wird dann mit der Spritze oder einem speziellen Katheder in die Krampfader geleitet.

Im Gegensatz zur flüssigen Sklerosierung hat die Schaum-Behandlung mehrere positive Effekte. Um zu vermeiden, dass das eingesetzte Verödungsmittel in den Blutstrom eintritt und andere Gefäße unerwünscht verschließt, darf es nur in kurz und begrenzt auf das zu behandelnde erkrankte Gefäß wirken.

Bei der Schaum-Sklerotherapie wird das Blut wesentlich effektiver aus der Vene gedrängt. Denn durch die Bläschenbildung der zugeführten Luft vergrößert sich die Oberfläche der Flüssigkeit, die das Verödungsmedikament enthält. Der Kontakt mit Blut und der Fläche der Gefäßwand ist intensiver, bevor der Wirkstoff deaktiviert wird. Bisweilen können für die Verödung sehr großer Varizen mehrere Behandlungstermine erforderlich sein.

Exakte Kontrolle per Ultraschall bei der Schaumsklerosierung

Der Venenspezialist kontrolliert und steuert den gesamten Ablauf der Therapie genauestens mittels Ultraschall. Während der Patient liegt, nimmt der Phlebologe mit der Sonografie die zu behandelnde Varize ins Visier. Dann führt er mit der Kanüle einen Stich durch die Haut und Venenwand aus. Auf den Ultraschallbildern erscheinen nun auch die Kanüle und der Schaum. So erkennt der Venen-Experte sofort, wie sich das Verödungsmittel ausbreitet. Er wiederholt den Ablauf so oft, bis die gesamte Krampfader verödet ist.

Die Varikose-Therapie mit Schaumverödung erfolgt ambulant und ohne Betäubung. Damit profitieren Patienten von einer nebenwirkungs- und schmerzarmen Therapie bei Venenerkrankungen. Im Vergleich zu operativen Eingriffen wie dem Venen-Stripping erfordert sie auch nur eine kurze Zeit zur Erholung. Da der Blutverlust bei dem Behandlungsverfahren sehr gering ausfällt, ist die Schaum-Behandlung eine äußerst geeignete Therapie-Option für Patienten, die gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen müssen. Anders als bei chirurgischen Eingriffen entstehen keine Narben durch Schnitte. Damit ist auch das Risiko für Infektionen der Wunden ebenso wie für Nachblutungen, Hämatome oder Schädigungen an Nerven oder Lymphgefäßen deutlich niedriger. Im Gegensatz zu anderen Behandlungsverfahren kann die Schaumsklerosierung stets erneut durchgeführt werden, wenn sich nochmals Krampfadern bilden sollten.

Da keine Anästhesie für die ästhetische Behandlung erforderlich ist, können Patienten am Tag der Schaum-Sklerotherapie ganz normal essen und trinken. Direkt danach können sie ihr gewohntes Alltagsleben wieder aufnehmen. Lediglich ein Kompressionsverband oder -strumpf muss für ein paar Tage von den Patienten getragen werden. Patienten sind nach einer Schaumsklerosierung sofort wieder mobil. Wie zur Vorbeugung von Venenerkrankungen sollten sie sich auch gleich wieder bewegen. Spaziergänge, ebenso wie leichtes Schwimmen und Radfahren, regen den Blutfluss in den Venen an und s