Laserkoagulation

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Laserkoagulation

Die Laserkoagulation ist eine in Deutschland entwickelte und inzwischen weltweit eingesetzte Laserbehandlung der Netzhaut. Sie wird bei verschiedenen Erkrankungen der Netzhaut genutzt, insbesondere bei Netzhautlöchern und bei durch Diabetes verursachten Netzhauterkrankungen und dient dazu, ein weiteres Fortschreiten dieser Erkrankungen zu verhindern. Das Verfahren ist dazu geeignet, bei bestimmten Krankheitsbildern einer zunehmenden Verschlechterung der Sehkraft bis hin zur Erblindung vorzubeugen.

Bei diesen Krankheitsbildern wird die Laserkoagulation angewendet

Beschwerden rund um das Auge äußern sich in aller Regel durch Einschränkungen des Sehvermögens. Das kann zum Beispiel die Sehschärfe betreffen, aber auch einzelne Aspekte des Sehens wie die Wahrnehmung von Kontrasten oder Farben. Viele Patienten berichten auch, dass sie bei geschlossenen Augen etwas wahrnehmen, was wie Blitze, Mücken oder Flusen aussehen kann. Diese Symptome können auf eines von mehreren Krankheitsbildern hinweisen, die mittels einer Laserbehandlung der Netzhaut therapiert werden können:

  • Netzhautlöcher
  • Degeneration der Netzhaut
  • Ödem der Makula
  • Degeneration der Makula
  • Diabetische Retinopathie

Netzhautlöcher können verschiedene Ursachen haben. Sie entstehen zum Beispiel bei extremer Kurzsichtigkeit. Sie sind oft eine Vorstufe einer Ablösung der Netzhaut, die dann nicht mehr mit dem Laser behandelt werden könnte. Solange nur Löcher auf der Netzhaut aufgetreten sind, kann die Behandlung mit dem Laser die weitere Ausweitung verhindern.

Von einer Degeneration der Netzhaut spricht man, wenn die Netzhaut, die von innen auf dem Augapfel liegt, an einigen Stellen dünner geworden ist. Diese ausgedünnten Stellen sind dann meist die, an denen in der Folge Netzhautlöcher entstehen können.

Ein Ödem der Makula ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Bereich der Makula; das ist der sogenannte Gelbe Fleck im hinteren Teil der Netzhaut, wo der Punkt des schärfsten Sehens liegt. Dies führt oft zu einer Anschwellung des Gewebes und in der Folge zu einer Schädigung der Makula. Ein Makulaödem ist oft eine Folgeerscheinung des Diabetes mellitus.

Dagegen ist eine Degeneration der Makula oftmals altersbedingt und zählt zu den wichtigsten Ursachen für einen Verlust der Sehkraft im Alter bis hin zur Erblindung. Die Ursache dafür ist in der Regel eine Störung der Regeneration der Lichtsinneszellen in der Makula.

Bei der diabetischen Retinopathie werden einige Bereiche der Netzhaut nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, eine Folge der Diabetes-Erkrankung. Bei diesem Krankheitsbild sind normalerweise größere Flächen der Netzhaut betroffen und müssen behandelt werden, so dass hier oft mehrere Sitzungen für die Behandlung nötig sind.

So wird eine Laserkoagulation durchgeführt

Die Augenerkrankungen, die mit dem Laser behandelt werden können, weisen dieselben oder ganz ähnliche Symptome auf wie andere Krankheitsbilder, die aber nicht mit Hilfe des Lasers therapiert werden können. Aus diesem Grund gehen dieser Behandlung immer ausführliche Untersuchungen voraus, bei denen unsere Augenärzte eine Abgrenzung gegenüber anderen möglichen Ursachen vornehmen, um sicherzugehen, dass der Laser die richtige Form der Behandlung ist. Häufig sind mehrere Voruntersuchungen nötig, zu denen auch ein Sehtest und eine Untersuchung der Netzhaut und des Augenhintergrundes gehören. Bei den vorbereitenden Untersuchungen ist auch zu beachten, dass die Laserbehandlung der Netzhaut nur möglich ist, wenn das Auge nicht getrübt ist, wie es zum Beispiel beim Grauen Star der Fall ist. Sollte Ihr Augenarzt eine Trübung bemerken, kann der Laser nicht zum Einsatz kommen, denn dessen Licht würde dann unter Umständen nicht wie gewünscht bis zur Netzhaut durchdringen.

Die Behandlung selbst erfolgt ambulant. Zum Einsatz kommt in aller Regel ein Argon-Laser, manchmal auch ein Krypton-Laser. Der Patient sitzt oder liegt bei der Behandlung. Zunächst führt der Arzt eine lokale Betäubung des Auges durch, das geschieht durch Augentropfen. Eine weitere Gabe von Augentropfen führt dann dazu, dass sich die Pupille erweitert, damit der Arzt besseren Zugriff auf die betroffenen Bereiche hat. Wenn das Auge betäubt ist, wird der Arzt ein Kontaktglas auf das Auge aufsetzen. Dieses Kontaktglas dient der gezielten Steuerung des Laserstrahls. Anfangs wird mit einem sogenannten Zielstrahl gearbeitet. Mit dessen Hilfe wird ganz exakt das Gebiet gesucht und identifiziert, an dem die Behandlung ansetzen soll. Im Vergleich zum eigentlichen Therapielaser ist dieser Zielstrahl ganz schwach dosiert. Der Lasereinsatz selbst ist dann ganz kurz, gegebenenfalls erfolgen mehrere davon, wenn verschiedene Bereiche der Netzhaut betroffen sind.

Nach der Behandlung sollten Patienten erst einmal für 24 Stunden kein Fahrzeug lenken und in den ersten Tagen körperliche Überanstrengungen vermeiden. Ggf. werden Medikamente wie Tropfen oder Salben verschrieben.