Endovenöse Thermoablation der Stammvenen („Venefit-Prozedur“)

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Krampfadern entwickeln sich bei jedem und jeder Betroffenen unterschiedlich und führen zu individuellen Beschwerden. Daher existiert für Krampfadern keine Standard-Behandlung. Sie erfordern je nach individuellem Ursachen- und Beschwerdebild eine optimale Kombination aus einer Reihe möglicher Therapieoptionen. Unser Venen Experte in Berlin berät Sie gern hinsichtlich Ihrer Behandlungsoptionen. Er erarbeitet mit Ihnen gemeinsam eine individuelle, sanfte und nachhaltige Therapie, die modernsten Standards entspricht.

Wie Venenerkrankungen bzw. Krampfadern entstehen

Das Venensystem ist ein Netzwerk aus Gefäßen, das sich aus oberflächlichen und tiefen Venen sowie Verbindungen zwischen diesen (Perforansvenen) zusammensetzt. Durch die Venen wird das Blut zurück zum Herzen transportiert. In gesunden Venen unterstützen Venenklappen diesen Rückfluss (Reflux) des Blutes. Sie öffnen sich, wenn das Blut in Richtung Herzen fließt und verhindern ein Zurückfließen des Blutes in die „falsche“ Richtung. Aufgrund dieses Ventilmechanismus fließt das Blut wie in einem Einbahnsystem gegen die Schwerkraft. Als Krampfadern (Varizen) bezeichnen unsere Experten Venen dieses Systems, die krankhaft verändert sind. Bei diesen ist die Schließfähigkeit der Venenklappen eingeschränkt, sodass es zu einem Rückfluss und damit Stau des Bluts in den Beinvenen kommt. Die Venen weiten und verlängern sich und erhalten den für Krampfadern charakteristischen geschlängelten Verlauf.

Die von außen sichtbaren, geschlängelten Krampfadern sind daher nicht nur ein ästhetisches Problem. Unbehandelt können sie zu ernsthaften Folgeerscheinungen führen. Denn bei Fortbestehen des schädlichen Rückflusses führt der chronische Überdruck zu einem erhöhten Austritt von Flüssigkeit, Eiweiß und Blutkörperchen in das angrenzende Gewebe. Es kommt zu Schwellungen, Verhärtungen und Hautverfärbungen. Bei schweren Verläufen können Haut und Fettgewebe so schlecht durchblutet und somit mit Nährstoffen unterversorgt sein, dass die Haut abstirbt (= offenes Bein bzw. „ulcus cruris“). Ziel einer jeden Behandlung ist, diese Entwicklung durch die Ausschaltung des krankhaften Rückflusses zu verhindern.

Wann Krampfadern (Varikosis) behandeln lassen?

Sind die oberflächlichen Stammvenen (Rosenvenen) betroffen, sollten Sie Ihre Krampfader-Erkrankung immer von einem unserer Spezialisten behandeln lassen. Die Erkrankung ist fortschreitend und kann unbehandelt zu den genannten Folgeerscheinungen führen. Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass das venöse Blut nach dem Verschluss der Stammvene ungestört über das tiefe Beinvenensystem zurückfließen kann. Daher führt unser Venen Experte im Vorfeld der Behandlung eine umfassende Untersuchung Ihres Gefäßsystems durch.

Unser Venenspezialist verwendet modernste Therapieverfahren, um das Fortschreiten einer Varikosis und damit Folgeerscheinungen zu verhindern. Zu diesen modernen Verfahren gehört unter anderem die Venefit Prozedur. Die für diese minimalinvasive Behandlung wichtigsten Venen im Bereich der Beine sind die große Rosenvene (Vena saphena magna), die kleine Rosenvene (Vena saphena parva) sowie deren Seitenäste. Das Venefit Verfahren eignet sich hierbei vorrangig für gerade bis leicht geschlängelte Stammvenen bzw. Rosenvenen.

Ablauf: So funktioniert die Venefit Prozedur

Anders als bei invasiveren Verfahren – wie beispielsweise dem Stripping (Venen-Ziehen) – ist bei der Venefit Prozedur lediglich ein kleiner Nadelstich erforderlich. Zunächst zeichnet unser Venen Experte den Verlauf Ihrer Krampfadern auf Ihrem Bein ein. Der Zugang erfolgt unter Ultraschallkontrolle über eine Punktion am Unterschenkel, über welchen unser Spezialist über ein Schleusensystem einen Katheter in die Beinvene einführt und bis zur Leiste (große Rosenvene) bzw. Kniekehle (kleine Rosenvene) vorschiebt. Auch hier kontrolliert unser Venenspezialist vor jedem weiteren Schritt die korrekte Lage mittels Ultraschall. Im Bereich der zu behandelnden Vene verabreicht unser Experte ein Lokalanästhetikum und Adrenalin, die eine Kompression (Zusammenziehen) des Gefäßes bewirken und den Eingriff nahezu schmerzfrei gestalten.

Der Katheter verfügt an seinem Ende über eine integrierte Heizspirale, die in 20-sekündigen Abständen Hochfrequenzenergie (HF-Energie) freigibt und die Vene so gleichmäßig erhitzt. In der Folge zieht sich das Kollagen in den Wänden des behandelten Venensegments zusammen; es kollabiert und verschließt sich (= endovenöse Thermoablation). Der schädliche Reflux des Bluts wird durch den Verschluss der erkrankten Vene beseitigt.

Unser Venenspezialist zieht den Katheter während der Behandlung daher in jeweils 20-sekündigen Abständen mehrere Zentimeter zurück und verschließt so Venense