Darmkrebsvorsorgeuntersuchung

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Sowohl Kinder als auch Erwachsene können zahlreiche Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen. Sie verfolgen das Ziel, Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen – bestenfalls noch vor den ersten Beschwerden. Dazu gehört auch die Darmkrebsvorsorge, denn Krebs lässt sich umso erfolgreicher behandeln, je früher er entdeckt wird.

Die Darmkrebsfrüherkennung wird Männern ab 50 und Frauen ab 55 Jahren empfohlen. Bei familiärer Vorbelastung kann die Darmkrebsvorsorge auch ab 35 Jahren durchgeführt werden.

Darmkrebsvorsorge – Die Untersuchung

Die allgemeine Darmkrebsfrüherkennung besteht aus unterschiedlichen diagnostischen Verfahren zur Feststellung einer möglichen Krebserkrankung.

Darmkrebsvorsorge Stuhltest

Mitunter können Darmtumoren Blut absondern. Aus diesem Grund erfolgt bei der Darmkrebsvorsorge ein Stuhltest auf okkultes, also verstecktes Blut im Blut. Dieser immunologische Stuhltest basiert auf bestimmten Antikörpern, welche sich an Hämoglobin (menschlicher Blutfarbstoff) ankoppeln.

Aussagekraft hat der Test nur, wenn Darmpolypen oder ein Tumor auch tatsächlich bluten. Daher bietet ein negatives Ergebnis keine vollständige Sicherheit. Im Umkehrschluss bedeutet aber ein positives Ergebnis nicht automatisch das Vorliegen einer Darmkrebserkrankung, da beispielsweise auch Hämorrhoiden zu einem positiven Testergebnis führen können. Aus diesen Gründen sind weiterführende Untersuchungen immer notwendig.

Darmspiegelung

Die wohl sicherste Methode zur Erkennung von Darmkrebs ist eine Darmspiegelung (Koloskopie). Unter einer leichten Narkose wird dabei ein flexibler, dünner Schlauch (sogenanntes Endoskop) über den After in das Innere des Darms eingeführt, an dessen vorderem Ende sich eine Lichtquelle sowie eine kleinere Kamera befindet. Der Arzt schiebt das Endoskop mit großer Vorsicht durch den Dickdarm und kann sich auf einem Monitor genau das Innere des Darms anschauen.

Bei Notwendigkeit können über das Endoskop auch feine Instrumente zur Entnahme von Gewebeproben und Darmpolypen für eine genauere Labordiagnostik eingeführt werden. In vielen Fällen sind es vor allem Darmpolypen, welche sich in der Folge zu Darmkrebs entwickeln. Daher besteht die Vorsorge auch in der Entfernung von verdächtigen Darmpolypen.

Eine Darmspiegelung ist in der Regel ein risikoarmer Eingriff. In seltenen Fällen kann durch das Endoskop die Darmwand verletzt werden, jedoch kommt es nur selten zu gravierenden Komplikationen. Somit überwiegt der Nutzen im Vergleich zu den möglichen Risiken.

Darmkrebsvorsorge ab 35 für Risikopatienten

Sofern Sie Verwandte ersten Grades (vor allem Eltern) mit Darmkrebserkrankung in der Familie haben, gehören Sie zu den Risikopatienten. In diesem Fall ist die Vorsorgeuntersuchung in einem Alter sinnvoll, welches möglichst zehn Jahre vor dem Alter des Verwandten liegt. Spätestens mit 50 Jahren sollten Sie die Vorsorgeuntersuchung unabhängig vom Alter des Familienmitglieds durchführen lassen.

Werden bei Ihnen bestimmte genetische Veränderungen vermutet oder wurden sie bereits nachgewiesen, gelten Sie ebenfalls als Risikopatient, wenn diese mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einhergehen. Unsere Fachärzte werden Sie dazu ausführlich beraten.

Sind Sie betroffen, ist eine individuelle Vorsorge ratsam. So wird die Darmspiegelung bei Ihnen in zeitlich engen, wiederkehrenden Abständen erfolgen. Ein individueller Vorsorgeplan ist auch bei einer Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) empfehlenswert.

Früherkennungsuntersuchungen gegen Darmkrebs sind wichtig

Vorsorge gegen Darmkrebs – Das können Sie selbst tun

Nicht nur die Teilnahme an den Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs gehören zu den Vorsorgemaßnahmen. Auch Ihr Lebensstil hat entscheidenden Einfluss auf das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Beachten Sie deshalb folgendes:

  • Verzichten Sie auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin, denn diese erhöhen das Risiko, an Darmkrebs und auch anderen Krebsarten zu erkranken.
  • Ernähren Sie sich möglichst fleischarm und zudem ballaststoffreich. Auf Ihrem Speiseplan sollten vor allem Obst und Gemüse stehen. Fleischlastige und fettreiche Speisen mit wenig Ballaststoffanteil können die Entstehung von Darmkrebs fördern.
  • Betätigen Sie sich regelmäßig körperlich, denn auch Bewegungsmangel gilt als Risikofaktor.

Ungesunde Ernährung in Kombination mit Bewegungsmangel sorgt dafür, dass Nahrungsreste langsamer durch den Darm transportiert werden. Dadurch bleiben mögliche Schad- und Giftstoffe im Stuhl länger im Körper und können so zu einer Schädigung der Darmschleimhaut führen.

Zudem erhöhen Übergewicht und Diabetes Typ 2 das Risiko für Darmkrebs. Ursächlich ist dafür die Eigenschaft für Insulin, das Zellwachstum anzuregen. Deshalb sollten Patienten mit Übergewicht und Diabetes die Vorsorgeuntersuchung ernst nehmen.