Diagnostische Bauchspiegelung

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Ob Probleme mit den Eileitern, der Gebärmutter, den Eierstöcken oder dem Bauchfell, eine Entzündung im Bauchraum oder auch ein unerfüllter Kinderwunsch – eine diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie) gilt als sichere Diagnosemethode für Beschwerden im Bauch- und Beckenbereich, bei der bei Notwendigkeit direkt eine Behandlung durchgeführt werden kann.

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf Erkrankungen im Bereich der Bauch- und Beckenorgane, sind unsere Spezialisten für diagnostische Bauchspiegelung ein kompetenter Ansprechpartner für Sie.

Was ist eine Bauchspiegelung?

Bei einer Bauchspiegelung handelt es sich um ein operatives Verfahren, welches für Untersuchungen des Bauchraums zum Einsatz kommt. Verwendet wird dabei ein Gerät mit einer kleinen Kamera – das Laparoskop. Es verfügt über ein Linsensystem zur Vergrößerung, eine Lichtquelle und zudem eine Spül- und Absaugvorrichtung.

Bauchspiegelung Ablauf

Vor dem Eingriff erhalten Sie zunächst einen intravenösen Zugang, welche die Gabe von Medikamenten im Notfall ermöglicht.

Im Rahmen einer konventionellen diagnostischen Bauchspiegelung wird vom Chirurgen über einen kleinen Schnitt in der Bauchhaut ein hohler Stab in den Bauchraum eingeführt. Über diesen wird dann ein ungefährliches Gas (z. B. Lachgas, Kohlendioxid) in den Bauchraum geleitet, wodurch der Bauch aufgeblasen wird. So können die ansonsten eng aneinander liegenden Organe voneinander getrennt werden. Der Arzt erhält so eine bessere Orientierung und freie Sicht auf die einzelnen Organe.

Über den Stab wird dann das eigentliche Laparoskop in den Bauchraum geschoben. Die Organe lassen sich so genau untersuchen, mit einer kleinen Zange kann zudem Gewebe für weitere Untersuchungen im Labor entnommen werden. Die Einstichstelle wird genäht, somit ist bei der Bauchspiegelung mit Narben zu rechnen. Diese sind aber recht klein.

Bauchspiegelung ambulant möglich?

Die Laparoskopie wird unter einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Eine diagnostische Bauchspiegelung dauert meist zwischen zehn und 30 Minuten. Sofern im Rahmen der Untersuchung operative Eingriffe hinzukommen, verlängert sich die Dauer entsprechend.

Die Bauchspiegelung kann ambulant durchgeführt werden. Dennoch müssen Sie nach dem Eingriff noch einige Stunden zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Sie sollten nach dem Eingriff nicht selbst Auto fahren, lassen Sie sich also von Verwandten oder Freunden abholen.

Indikationen für eine diagnostische Bauchspiegelung in der Gynäkologie

In der Gynäkologie wird die Laparoskopie häufig zur Untersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane (Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter) eingesetzt. Auch bei unklaren Beschwerden (z. B. Entzündung im Bauchraum, Probleme mit dem Bauchfell) oder wenn ein unerfüllter Kinderwunsch vorliegt, kann eine Bauchspiegelung Aufschluss geben.

Bauchspiegelung der Gebärmutter

Eine Bauchspiegelung der Gebärmutter wird häufig bei Verdacht auf Endometriose durchgeführt. Hierbei handelt es sich um gutartige, aber oft schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut, welches sich außerhalb der Gebärmutter ansiedelt und theoretisch an jeder Stelle im Körper wachsen kann. Die einzelnen Endometrioseherde wachsen dabei entsprechend der Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus und können so teils krampfartige Schmerzen bei Patientinnen verursachen.

Bauchspiegelung der Eierstöcke

Zeigen sich im Ultraschall unklare Strukturen an den Eierstöcken, kann dies auf Verwachsungen oder Zysten an einem der Eierstöcke hinweisen. Müssen diese genauer begutachtet oder auch entfernt werden, ist eine Bauchspiegelung der Eierstöcke das Mittel der Wahl.

Bauchspiegelung der Eileiter

Werden bei einer Kontrolluntersuchung im Eileiter unklare Strukturen festgestellt, kann dies auf verschiedene Erkrankungen (z. B. Tumore, Zysten) hinweisen. Besteht außerdem der Verdacht auf Verschluss der Eileiter (tubare Sterilität) oder Entzündungen, kann eine Bauchspiegelung der Eileiter Aufschluss geben.

Bauchspiegelung bei unerfülltem Kinderwunsch

Ungewollte Kinderlosigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Neben hormonellen Problemen können auch körperliche Gründe vorliegen. Die vorgenannten Indikationen zeigen, dass eine Bauchspiegelung auch bei unerfülltem Kinderwunsch zur Diagnose sinnvoll sein kann, da gesundheitliche Probleme mit den weiblichen Geschlechtsorganen häufig eine Schwangerschaft verhindern.

Kontraindikationen für eine Bauchspiegelung

Eine Bauchspiegelung kann bei stark übergewichtigen Patienten technisch schwierig oder gar unmöglich sein. Aufgrund von Verwachsungen im Bauchraum durch vorangegangene Operationen kann der Zugang ebenfalls problematisch sein. Mitunter müssen dann andere Diagnosemöglichkeiten in Betracht gezogen werden.

Besteht der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung oder liegen Vorerkrankungen mit internistischem Hintergrund (z. B. mit eingeschränkter Herz- und Lungenfunktion) vor, darf der Eingriff nicht durchgeführt werden. Typische ausschließende Erkrankungen sind unter anderem COPD, koronare Herzkrankheit oder Angina pectoris.

Gegen eine Bauchspiegelung können zudem Infektionen im Bauchraum (z. B. Bauchfellentzündung) oder Blutgerinnungsstörungen sprechen. Auch bei Nabel- und Narbenbrüchen oder Lücken im Zwerchfell raten Ärzte von einer Bauchspiegelung häufig ab.

Grundsätzlich entscheidet der Arzt, ob der Eingriff stattfinden kann oder nicht.

Risiken einer Bauchspiegelung

Durch den Stand der heutigen Technik gilt die Bauchspiegelung als ein sicherer Eingriff.

Wie bei jedem anderen operativen Eingriff können Komplikationen aber nie ganz ausgeschlossen werden. Jedoch lassen sich diese gut beherrschen. Unser Spezialist wird Sie über die möglichen Risiken vor dem Eingriff umfassend aufklären.

Noch am Tag des Eingriffs erhalten Sie außerdem einen Termin für die nächste Kontrolluntersuchung. Diesen sollten Sie unbedingt einhalten, um Komplikationen im Nachgang zu vermeiden. Der Arzt wird dann anhand der Befunde das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen und auch die Fäden ziehen.

Sollten Sie nach dem Eingriff Fieber bekommen, starke Schmerzen verspüren oder auch Rötungen oder andere Entzündungsanzeichen an den kleinen Narben feststellen, suchen Sie umgehend den Arzt auf.