Schwindel – Symptome und Diagnose

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Was ist Schwindel und wie entsteht er?

Schwindelgefühle sind nicht immer nur die Ursache von Kreislaufbeschwerden, sondern können sich vielfältig äußern. Sie sind entsprechend weniger eigenständige Erkrankungen als multisensorische Syndrome. Oft geht eine Attacke mit Gleichgewichtsstörungen, Schwitzen und Übelkeit einher. Das Schwindelgefühl zeigt sich als Schwarzwerden vor Augen, als Wahrnehmungsverlust, als Schwanken, Taumeln oder ein kreisendes Drehgefühl, aber auch durch auf- und abfahrende Bewegungen. Das kann völlig harmlose Ursachen haben, aber auch ein Hinweis auf ernstzunehmende Erkrankungen sein.

Medizinisch versteht der Spezialist darunter eine Störung der räumlichen Wahrnehmung, die ein begleitendes Symptom für eine Krankheit oder Störung des Nervensystems ist. Je älter der Mensch wird, desto häufiger wird er mit solchen Beschwerden konfrontiert. In der Wahrnehmung können sich auch Scheinbewegungen zeigen oder das Gefühl, zur Seite zu kippen oder zu fallen. Schwindelattacken können akut auftreten, wiederholte oder episodische Anfälle bedingen oder sogar dauerhaft bestehen bleiben. Typisch ist eine Schwindelreaktion bei neurologischen Störungen, Herz-Kreislauf-Problemen, Ohrenerkrankungen oder psychischen Störungen. Anhaltendende Schwindelanfälle behandeln unsere Experten in der Privatpraxis für Neurologie in Berlin.

Welche Schwindelformen gibt es?

Der Facharzt unterscheidet verschiedene Schwindelformen. Betroffene sind daher aufgefordert, das Schwindelgefühl genau zu beschreiben, um die Ursache und Diagnose leichter zu klären. Dabei gibt es solche, die sich leicht behandeln lassen und andere, die eine medikamentöse Therapie erfordern. Zentrale Schwindelformen sind die Folge einer Gehirnschädigung und haben weitere Auswirkungen, darunter Seh-, Sprech- und Schluckstörungen oder eine Missempfindung des Tastsinns.

Lagerungsschwindel

Der gutartige Lagerungsschwindel tritt vorwiegend im Alter auf und ist normalerweise kein dauerhaftes Problem. Er kann jedoch erfahrungsgemäß als Beschwerde wiederkehren. Oft hat er seinen Ursprung im Vestibularorgan, das für das Gleichgewichtsgefühl verantwortlich ist. Für ältere Menschen fühlt sich der Lagerungsschwindel zunächst bedrohlich an, ist jedoch harmlos.

Im Vestibularorgan und der dortigen Flüssigkeit in den Bogengängen bilden sich kleine Steinchen bzw. Kristalle, die sich lösen und deren Gewicht die Sensorzellen beeinflusst oder reizt. Das führt zu einer falschen Übermittlung der Signale an das Gehirn, so dass die Körperhaltung gestört wird. Auswirkungen des Lagerungsschwindels sind Drehschwindel und das Gefühl, zu Seite oder nach vorne zu kippen. Das Schwindelgefühl tritt kurzzeitig nur wenige Sekunden auf. Oft ist das der Fall, wenn der Betroffene sich zu schnell bewegt, aus dem Bett aufsteht oder sich dort umdreht.

Psychogenes Schwindelgefühl

Ein psychogenes Schwindelempfinden verursacht Gang- und Standunsicherheit und ist durch eine starke Fallneigung begleitet. Typische Symptome sind Angststörungen und Phobien, panische Reaktionen und psychische Belastungen. So wird die Attacke dann ausgelöst, wenn eine Handlung notwendig ist, die Angst auslöst, beispielsweise Fliegen, der Aufenthalt in leeren Räumen, das Überqueren von Brücken und ähnliches. Die Beschwerde ist ebenfalls die Folge einer organischen Erkrankung oder entsteht durch die Furcht vor einer nächsten Attacke.

Bewegungsschwindel

Der Bewegungsschwindel gehört in den Bereich der Schwankschwindel und wird visuell ausgelöst. Hier entsteht ein fehlerhafter Abgleich zwischen dem Bewegungsempfinden und dem Seheindruck. Der Bewegungsschwindel ist Teil bei Seekrankheiten, Flugangst oder Reisekrankheiten, kann auch als Pseudokinetose auftreten, beispielsweise nach dem Erlebnis- oder 3D-Kino. Bei älteren Erwachsenen ist diese Schwindelart eher seltener.

Was sind die Ursachen für einen Schwindelanfall?

Eine typische Lagerungsschwindel Ursache betrifft immer das Gleichgewichtsorgan und ist eine Folge von zu schnellen Bewegungsmanövern, einer längeren Über-Kopf-Haltung, einem leichteren Schädel-Hirn-Trauma oder entsteht nach längerer Bettlägerigkeit. Hinzu kommt die Angst, dass die Attacke zurückkehrt. Begleitet ist ein Schwindelanfall durch Übelkeit, Schweißausbrüche und Erbrechen. Häufiger als Männer sind Frauen von diesen Beschwerden betroffen. Die Lagerungsschwindel Ursache ist jedoch unbedenklich und simpel zu behandeln.

Ursachen für Schwindelbeschwerden liegen häufig in Problemen mit den Augen, Ohren und somatischen Muskelsensoren. Wenn keine Übereinstimmung der Signalübertragung erfolgt, wird Schwindel durch Rotation oder Körperverlagerung erzeugt. Das ist eine normale Reaktion des Organismus als Schutz vor Gefahren oder eine einfache Irritation.

Schwindelprobleme haben ihre Ursache jedoch auch in Krankheiten oder wenn eine Vergiftung vorliegt. Genauso tritt der Anfall auf, wenn die Sauerstoffzufuhr zu gering ist oder die Flüssigkeitsaufnahme unzureichend war. Kreislauf- und Herzerkrankungen, ein niedriger oder zu hoher Blutdruck und Stoffwechselerkrankungen verursachen ebenfalls häufig Schwindelgefühle. Gefährlicher werden diese, wenn sie bei Migräne, Entzündungen der Nerven oder bei Tumoren auftreten.

Wie wird Lagerungsschwindel vom Facharzt behandelt?

Schwindel kann unterschiedlich behandelt werden, oft auch durch einen Gleichgewichts- oder Hörtest. Ein Arzt sollte immer aufgesucht werden, wenn die Ursache nicht erkennbar ist oder der Schwindel länger anhält. Die meisten Formen des Schwindels klingen von selbst wieder ab, so dass es ausreicht, einfach abzuwarten. Ansonsten sind Lagerungsmanöver notwendig, die helfen können, die Steinchen oder Kristalle im Ohr aus dem Bogengang zu lösen und in den ursprünglichen zu befördern. Das Manöver enthält bestimmte Bewegungsabläufe und kann auch sofort zu einer Beschwerdefreiheit führen.

Ein Lagerungsschwindel ist vom Facharzt in unserer Privatpraxis in Berlin relativ leicht zu erkennen und zu hundert Prozent heilbar. Die Lagerungsschwindel Diagnose ist daher schnell gemacht. Die Beschwerden sind typisch und der Schwindel tritt nur kurzzeitig auf. Das erfordert selten eine aufwendige Behandlung. Zwar kann eine Untersuchung in der Neurologie und Psychiatrie erfolgen, um die Ursache zu klären, die Therapie benötigt dagegen nur den Hallpike-Test und dazugehörige Übungen in Form eines Lagerungstrainings, durch die sich die Ablagerungen und Steinchen im Ohr lösen. Medikamente sind nur dann notwendig, wenn die Symptomatik zu einer starken Beeinträchtigung führt. Üblicherweise erfordert diese Schwindelart keine Einnahme, da es sich um ein mechanisches Problem handelt.

Was ist ein Lagerungsschwindel Test?

Ein Lagerungsschwindel Test kann bei uns in der MEOCLINIC in der Abteilung Neurologie und Psychiatrie zeigen, ob es sich um diese Form des Schwindels handelt und den Verdacht bestätigen. Hierbei geht es darum, dass der Patient mit der Unterstützung des Facharztes vorgeschriebene und rasche Bewegungen mit Kopf und Rumpf nach einem bestimmten Ablauf vollführt. Der Neurologe untersucht dabei auch die Augenbewegungen und stellt fest, wann der Schwindelanfall ausgelöst wird. Vereinfacht wird der Lagerungsschwindel Test durch das Tragen einer Frenzelbrille. Die ruckartigen Augenbewegungen als Symptom sind dadurch besser zu erkennen.