Demenz – Formen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

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Was ist eine Demenzerkrankung?

Die Demenz ist eine Erkrankung, die mit der Verschlechterung und in manchen Fällen auch dem vollständigen Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergeht. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß etwa „ohne Geist“. Es gibt verschiedene Demenz Formen, die einen unterschiedlichen Krankheitsverlauf zeigen. Ihnen gemeinsam ist die Abnahme der kognitiven Fähigkeiten, wobei degenerative und nicht degenerative Symptome auftreten können. Das bedeutet, dass nicht nur das Gedächtnis oder Denkvermögen betroffen sind, sondern auch die sozialen und emotionalen Eigenschaften. Der Mensch baut immer mehr ab und verändert so auch seine Persönlichkeit. Die häufigste Form dieser Erkrankung ist Alzheimer.

Welche Demenz Formen gibt es?

Es gibt primäre und sekundäre Formen der Demenzerkrankung, die mit der Demenz Ursache in Verbindung stehen. Sekundäre Formen sind meistens Folgeerscheinungen anderer Grunderkrankungen, z. B. durch Vergiftungsauswirkung, Vitaminmangel oder Stoffwechselerkrankungen. In unserer Privatklinik in Berlin versucht der Spezialist so früh wie möglich eine Diagnose zu stellen, da so auch eine Therapie und Heilungsmöglichkeit besteht. Im fortgeschrittenen Demenz Verlauf und Stadium gelingt das immer schwieriger oder gar nicht mehr, besonders wenn es sich um eine primäre Demenzerkrankung handelt. Hier ist der Krankheitsverlauf unumkehrbar, so dass der Neurologe die Symptome lediglich ausmachen und geringfügig lindern kann.

Im Überblick sind die typischen und bekannten Demenz Formen folgende:

  • Alzheimer (degenerative Gehirnerkrankung mit der Zerstörung der Nervenzellen, meistens in drei Demenz Stadien)
  • Vaskuläre Demenzerkrankung (gefäßbedingte Erkrankung, meistens durch Hirnschlag und begleitet durch Durchblutungsstörungen, die mit dem Absterben von Nervengewebe enden)
  • Fronttemporale Demenz (seltenere Form der Demenz, bei der Hirnregionen betroffen sind, die das soziale Verhalten lenken, so dass die Persönlichkeit sich komplett verändert)
  • Lewy-Körperchen-Demenz (ähnlich wie Alzheimer mit dem Abbau von Nervenzellen, wobei Eiweißablagerungen verursacht werden und Symptome wie Halluzinationen auftreten)
  • Demenz bei Parkinson (als Folge der Primärerkrankung)

Was sind typische Demenz Symptome?

Demenz Formen lassen sich durch unsere Spezialisten und Fachärzte durch ihre Eigenschaften oder durch eine Verbindung mit anderen Krankheiten differenzieren. Typisch ist, dass am Anfang zunächst die Merkfähigkeit und das Kurzzeitgedächtnis verschwinden, allmählich dann auch Erinnerungen und Inhalte des Langzeitgedächtnisses.

Alle im Leben erworbenen Fähigkeiten und auch Fertigkeiten gehen verloren. Beeinträchtigt wird jedoch nicht nur die Auffassungsgabe, sondern auch die Sprache und Konzentrationsfähigkeit.

Die Krankheit greift extrem in das Leben der Menschen ein, sowohl in das des Betroffenen als auch in das der Angehörigen. Wahrnehmung, Erleben und Verhalten verändern sich komplett. Gleiches gilt für die Persönlichkeit. Lediglich am Anfang kann ein Demenz Test helfen, die ersten Anzeichen festzustellen. Die Behandlung findet in der Neurologie und Psychiatrie statt. Der Neurologe prüft, welche Fähigkeiten wo und in welchem Ausmaß gestört sind.

Zu den häufigsten Symptomen gehören weiterhin Erinnerungslücken und Wiederholungen im Gespräch, Sprachstörungen oder das Vergessen bestimmter Begriffe und Worte, Schwierigkeiten bei gewohnten Abläufen, zeitliche Verwirrung und Orientierungslosigkeit, eine Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit und das Verlegen von Gegenständen, ohne diese wiederzufinden.

Demenz Symptome sind aber während des Krankheitsverlaufs auch stärkere Verhaltensänderungen, Stimmungsschwankungen und ein lustloses oder freudloses Benehmen. Das Interesse an Menschen, Arbeit oder Hobby geht verloren, die Aktivität nimmt ab. Nicht selten leiden demenzkranke Menschen an Depressionen oder weinen viel.

Die verschiedenen Demenz Stadien

Die Demenz Symptome hängen immer von der Erkrankungsart selbst ab. Bei Alzheimer und dem Verlust von Nervenzellen wirkt sich die Krankheit meistens zunächst auf das Gedächtnis aus. Das ist nicht immer gleich sichtbar, gerade auch für Außenstehende. Der Betroffene verhält sich zunächst noch normal und hat lediglich einige Aussetzer oder verwechselt Dinge. Erst später wird mehr und mehr sichtbar, dass das Kurzgedächtnis gelitten hat.

Im Fortschreiten der Demenzerkrankung verliert sich dann mit der Zeit auch das Langzeitgedächtnis, so dass ganze Jahrzehnte verblassen oder auch Verwandte und Bekannte nicht mehr erkannt werden. In späteren Demenz Stadien bauen die meisten Betroffenen auch körperlich ab und benötigen professionelle Hilfe und Pflege durch andere.

Was ist ein Demenz Test?

Die Diagnose, selbst wenn sie beim Spezialist in der Neurologie und Psychiatrie erfolgt, ist nicht einfach. Gerade auch, weil nicht jede Beeinträchtigung gleich ein Hinweis auf die Erkrankung und Abnahme des geistigen Leistungsvermögens ist. Erst wenn sich die Demenz Symptome häufen, ist überhaupt erkennbar, dass die Auswirkungen das Gehirn betreffen. Alarmsignale sind neben Gedächtnisproblemen aber immer auch Unlust oder Antriebsschwäche. Viele Betroffene versuchen zunächst, ihre Defizite zu verbergen oder abzutun. Dabei wäre gerade in frühen Demenz Stadien eine Untersuchung sinnvoll. Diese ist Teil der Behandlung in der Neurologie und Psychiatrie in unserer Privatpraxis in Berlin.

Durch einen Demenz Test ließe sich eine erste Diagnose stellen. Es gibt verschiedene Tests, so den Syndrom Kurztest (SKT), den Mini-Mental-Status-Test (MMST) oder den DemTect-Test (TFDD). Daneben gibt es weitere Tests, die das Wahrnehmen eines Abbaus geistiger Leistungsfähigkeit festzustellen, so der Uhrentest, der bei Verdacht auf die Erkrankung Sinn macht und simpel aufgebaut ist. Dabei soll der Patient beim Facharzt auf einem Blatt Papier eine Uhr zeichnen. Gibt es Schwierigkeiten, bei der Anordnung oder Ziffernfolge, verweist der Demenz Test auf mögliche erste Symptome.

Demenz Ursachen und Demenz Verlauf

Die Demenz Ursachen sind vielseitig und noch nicht vollständig erforscht. Gleichzeitig hängen sie von der Art der Erkrankung ab, ob es sich um primäre oder sekundäre Demenz Formen handelt. In der Erfahrung des Facharztes für Neurologie und Psychiatrie gibt es auch viele Mischformen der degenerativen oder vaskulären Variante. Häufig tritt die Erkrankung ab einem bestimmten Alter auf oder ist die Folge von Medikamenten- und Alkoholmissbrauch. Stoffwechselerkrankungen beeinträchtigen das Gehirn und können genauso Ursachen sein wie genetische Bedingungen, Vererbung, ein Hirnschlag oder Verletzungen, Unterfunktionen oder Ablagerungen im Gehirn. Eine häufige Form der Demenz Ursachen sind auch Infektionen und Entzündungen, Diabetes, Bluthochdruck, Cholesterin oder ein Trauma.

Therapie und Behandlung bei Demenzerkrankungen

Nur ein geringer Teil der Demenzkrankheiten lässt sich behandeln und im Therapieerfolg wieder verbessern. Ein frühzeitiges Erkennen erleichtert die Behandlung und erhöht die Chance, rechtzeitig auf die Gehirnprozesse einwirken zu können. Die Untersuchung erfolgt dabei in der Neurologie und Psychiatrie durch einen Facharzt.

Meistens geht es dann darum, dem Patienten eine Therapie zu bieten und die Lebensqualität zu erhöhen. Das ist durch Pflege und Betreuung sinnvoll oder durch Medikamente, die bestimmte Enzyme und Botenstoffe hemmen, um den Demenz Verlauf zu verlangsamen und die Symptome zu verzögern. Therapien betreffen auch ein Training mit Übungen und Beschäftigungen, um die Gehirnfunktionen zu testen und die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung etwas zu verbessern. Dazu gehören Bewegungsübungen, Wahrnehmungsübungen oder die Kunst- und Musiktherapie. Das Ganze wird spielerisch umgesetzt, damit der Patient keinen Leistungsdruck verspürt. Eine auf den Patienten zugeschnittene Ergotherapie gestattet in frühen und mittleren Demenz Stadien noch die Bewältigung des Alltags.

In der Regel müssen bei der Behandlung während des Demenz Verlaufs auch eine Reihe verschiedener Begleitsymptome mit einbezogen werden. In der Neurologie und Psychiatrie stehen verschiedene Möglichkeiten und Medikamente zur Verfügung, die Depression, Unruhe, Angst, Sinnestäuschungen oder Schlafstörungen lindern. Ist die Krankheit bereits in fortgeschrittenen Demenz Stadien, bleibt meistens nicht aus, dass der Betroffene seinen Alltag nicht mehr bewusst gestalten kann und dann Hilfe und Pflege von Fachkräften benötigt und ein zugeschnittenes Reha-Programm.