Warum Leberwerte mehr sind als nur Laborzahlen
Leberwerte gehören zu den am häufigsten bestimmten Laborparametern. Gleichzeitig herrscht viel Unsicherheit darüber, was sie eigentlich bedeuten und wie zuverlässig sie wirklich sind.
Die Wahrheit ist:
Normale Leberwerte schließen eine Lebererkrankung nicht aus.
Viele schwerwiegende Veränderungen – darunter Leberfibrose, Fettleber oder sogar Zirrhose – können bestehen, obwohl die Laborwerte unauffällig sind.
Deshalb ist es wichtig, Leberwerte im Zusammenhang zu beurteilen:
- mit Stoffwechselparametern
- mit Herz-Kreislauf-Risiken
- und mit modernen Verfahren wie dem FibroScan®
Das kardiologisch-internistische Zentrum in der MEOCLINIC verbindet diese Bereiche zu einer umfassenden Diagnostik für Patient:innen mit erhöhtem Risiko.
Welche Leberwerte gibt es? Ein Überblick über die wichtigsten Laborparameter
Die wichtigsten Leberwerte lassen sich in vier große Gruppen einteilen:
- Werte, die Zellschädigungen anzeigen
- Werte der Gallengangsfunktion
- Werte der Syntheseleistung
- Spezialparameter zur Stoffwechsel- oder Leberbelastung
Im Folgenden werden alle relevanten Laborparameter ausführlich erklärt.
Leberzellwerte – ALT & AST
ALT (GPT) – der wichtigste Leberwert
ALT (Alanin-Aminotransferase) ist der sensitivste Marker für Leberschädigungen.
Erhöht bei:
- Fettleber
- Leberentzündungen
- Alkohol
- Medikamente
- Herzbedingte Stauungsleber
- Virusinfektionen
Wichtig: ALT kann trotz schwerer Erkrankung normal sein.
AST (GOT) – weniger spezifisch, aber entscheidend
AST befindet sich auch in:
- Herzmuskel
- Skelettmuskeln
- Nieren
Daher kann AST ansteigen, ohne dass die Leber betroffen ist.
Erhöht bei:
- Leberfibrose / Zirrhose
- Herzinfarkt
- Muskelschäden
- Alkohol
Das AST/ALT-Verhältnis
Ein AST/ALT-Verhältnis > 1,0 kann ein Hinweis auf:
- fortgeschrittene Fibrose
- toxische Leberschäden
- Alkoholschäden
sein.
Cholestasewerte – GGT, AP & Bilirubin
GGT (Gamma-GT)
Einer der häufigsten erhöhten Leberwerte.
Erhöht bei:
- Alkohol
- Fettleber
- Medikamenten
- Gallenstau
- Entzündungen
- Herzinsuffizienz
GGT ist sehr sensibel, aber unspezifisch.
Alkalische Phosphatase (AP)
Erhöht bei:
- Gallenabflussstörungen
- Knochenstoffwechsel
- Tumorerkrankungen
- Leberentzündungen
Bilirubin
Bilirubin zeigt an, wie gut die Leber Abbauprodukte verstoffwechselt.
Erhöht bei:
- Leberzirrhose
- Gallengangsproblemen
- Hämolyse
- bestimmten Medikamenten
Sichtbar als:
- gelbliche Haut
- gelbe Augen (Ikterus)
Werte der Syntheseleistung – wie leistungsfähig ist die Leber?
Diese Werte zeigen, wie gut die Leber arbeitet.
Albumin
Der wichtigste Eiweißstoff im Blut.
Niedrig bei:
- Leberzirrhose
- Nierenproblemen
- Mangelernährung
- chronischen Entzündungen
Quick / INR
Zeigt an, wie gut die Leber Gerinnungsfaktoren herstellt.
Erhöht (INR) oder erniedrigt (Quick) bei:
- fortgeschrittener Zirrhose
- Leberschwäche
- Vitamin-K-Mangel
Cholinesterase (CHE)
Sinkt bei:
- Leberzirrhose
- schweren Leberschäden
- chronischen Erkrankungen
Ein sehr wichtiger Wert bei der Frage: „Wie leistungsfähig ist die Leber wirklich?“
Spezialwerte für Stoffwechsel & Lebergesundheit
Triglyzeride
Erhöhte Triglyzeride fördern:
- Fettleber
- Insulinresistenz
- Arteriosklerose
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
LDL & HDL
Direkter Zusammenhang zwischen:
- Fettleber
- Herzgesundheit
- Gefäßverkalkung
HbA1c (Langzeitblutzucker)
Ein häufig unterschätzter Risikofaktor für:
- Steatose
- Fibrose
- Fettleberentzündung (NASH)
Warum normale Leberwerte trotzdem trügerisch sein können
Studien zeigen:
- 70 % aller Fettleberpatient:innen haben normale Leberwerte
- 40 % aller Menschen mit Fibrose ebenfalls
Daher lautet die medizinische Regel:
„Normale Leberwerte bedeuten NICHT automatisch eine gesunde Leber.“
Erst die Kombination aus:
- Labor
- FibroScan®
- Ultraschall
- Stoffwechselanalyse
ergibt ein vollständiges Bild.
Zusammenhang zwischen Leberwerten & Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Leberwerte sind nicht nur ein Hinweis auf Lebergesundheit – sie spiegeln oft auch kardiologische Risiken wider.
GGT & Herzgesundheit
Erhöhte GGT-Werte korrelieren mit:
- Bluthochdruck
- Arteriosklerose
- Herzinsuffizienz
Fettleber erhöht Risiko für:
- Herzinfarkt
- Herzrhythmusstörungen
- Schlaganfall
- Herzinsuffizienz
Stauungsleber durch Herzschwäche
Hohe Drücke im rechten Herzen können die Leber schädigen und Werte verzerren.
Das kardiologisch-internistische Zentrum in der MEOCLINIC berücksichtigt daher kardiologische und hepatologische Faktoren gleichzeitig.
Wann ist eine weiterführende Diagnostik notwendig?
Ein FibroScan® ist besonders sinnvoll bei:
- erhöhten Leberwerten
- Fettleber / Übergewicht
- Diabetes Typ 2
- erhöhten Blutfetten
- Bluthochdruck
- Herzinsuffizienz
- langfristiger Medikamenteneinnahme
- Alkoholbelastung
Auch bei normalen Leberwerten sinnvoll, wenn Risiken bestehen.
Wie der FibroScan® Leberwerte ergänzt – und oft übertrifft
Leberwerte messen nur Funktion.
Der FibroScan® misst Struktur.
Somit erkennt er:
- Fibrose
- Steatose
- Zirrhose
lange bevor Laborwerte auffällig sind.
Diese Kombination ermöglicht dem kardiologisch-internistischem Zentrum in der MEOCLINIC eine besonders präzise Diagnostik.
Beispiele aus der Praxis (anonymisiert)
Fall 1: Normalwerte trotz schwerer Fettleber
ALT normal, GGT gering erhöht → CAP-Wert S3 (schwere Fettleber)
Fall 2: Normale Werte, aber Fibrose F2–F3
Labor unauffällig → FibroScan® zeigt bereits signifikante Fibrose
Fall 3: Patient mit Herzinsuffizienz
Leberwerte leicht erhöht → FibroScan® zeigt Stauungsfibrose
Diese Beispiele zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel aus Labordiagnostik und Elastografie ist.
Wie oft sollten Leberwerte kontrolliert werden?
Ohne Risikofaktoren:
alle 1–2 Jahre
Bei Risikofaktoren:
alle 6–12 Monate
Bei bestehender Lebererkrankung:
nach ärztlicher Empfehlung in kürzeren Abständen
Modernste Diagnostik in dem kardiologisch-internistischem Zentrum in der MEOCLINIC
Die MEOCLINIC bietet:
- FibroScan®
- Ultraschalldiagnostik
- vollständige Laboranalyse
- stoffwechselmedizinische Risikobewertung
- kardiologische Gesamtanalyse
Alles in einem Termin möglich.
Weitere Informationen
Leitung


Dr. med.
Engin Osmanoglou
Kardiologie
Ärztlicher Direktor der MEOCLINIC


Dr. med.
Engin Osmanoglou
Medical Director and Head of the Centre of Cardiology and General Medicine at MEOCLINIC


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