Thema: Schluckstörungen

Viele neurologische Erkrankungen gehen mit Schluckstörungen (der sog. neurogenen Dysphagie) einher: z.B. bei Schlaganfall, Parkinson oder Demenz.

Besonders gefährlich für den Patienten ist die „stille Aspiration“ (Verschlucken), wo durch fehlende Schutzreflexe unbemerkt Nahrungsbestandteile/Flüssigkeiten und ggf. sogar Speichel statt in die Speiseröhre in die Luftröhre gelangen. Hierdurch kann es zu wiederkehrenden, potenziell lebensbedrohlichen Infekten wie z.B. Lungenentzündungen kommen.

Die videoendoskopische Untersuchung des Schluckens (FEES) ermöglicht es dem Neurologen, mögliche Ursachen für eine Schluckstörung zu klären und den Schweregrad zu bestimmen.

Bei der FEES handelt es sich um ein interdisziplinäres Verfahren, bei dem sowohl der Neurologe als auch ein Logopäde den Schluckakt mittels eines dünnen Endoskops mit integrierter Kamera, welches durch die Nase eingeführt wird, auf dem Monitor beobachten kann.

Dabei wird der Schluckakt mit verschiedenen Konsistenzen und Portionsgrößen geprüft und beurteilt.

Als direkte Konsequenz werden Kostanpassungen und Haltungsänderungen auf deren Wirksamkeit und praktische Anwendbarkeit getestet.

Der Vorteil einer neurologisch durchgeführten FEES liegt in der Kenntnis der ursächlichen neurologischen Krankheitsbilder und der Möglichkeit von Medikamentenapplikationen z.B. bei Parkinson und Myasthenie zur Überprüfung eines Effektes. Darüber hinaus handelt sich um ein besonders schonendes und aussagekräftiges Verfahren, für welches keine stationäre Aufnahme und auch keine Narkose notwendig sind.

Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Fachärztin für Neurologie, Frau Dr. med. Katja Nötzel gern zur Verfügung. Eine Terminvereinbarung können Sie unter +49 30 2094 4000 oder per Email termin@meoclinic.de vornehmen.