Schmerztherapien

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Schmerzen sind für jeden Menschen unangenehm und gleichzeitig sind sie die ältesten Symptome der Welt. Das ist insoweit positiv, da es seit langer Zeit eine Vielzahl an Behandlungsformen gibt, die versuchen Schmerz zu lindern. Genauso wirkt sich Schmerz bei Menschen verschieden aus. Die einen ertragen mehr, die anderen weniger, bei manchen verschwinden Schmerzen relativ schnell wieder, andere kämpfen ein Leben lang mit den Auswirkungen. Sowohl akute als auch chronische Schmerzen erfordern eine Behandlung. Das kann therapeutisch, medikamentös oder durch spezielle Formen und Kuren erfolgen.

Ein akuter Schmerz ist in der Regel ein Warnhinweis und deutet auf eine bestimmte Ursache hin. Chronische Schmerzen dauern länger an und sind auch komplizierter zu behandeln. Oft sind hierfür nicht nur rein körperliche Bedingungen die Ursache, sondern auch psychische oder soziale Auslöser der Fall. Hierbei ist eine umfassendere Behandlung durch einen Facharzt notwendig.

Schmerztherapien sind verschiedene therapeutische Maßnahmen, mit deren Hilfe Schmerzen gelindert oder beseitigt werden sollen. Das ist vor allem bei chronischen Beschwerden notwendig, die einen interdisziplinären Ansatz benötigen, also eine Kombination mehrerer Behandlungsmethoden. In der MEOCLINIC arbeiten erfahrene Spezialisten verschiedener Fachbereiche interdisziplinär zusammen und gehen Ihrem Schmerz auf den Grund.

Was ist die Aufgabe einer Schmerztherapie?

Durch Schmerztherapien sollen mit Hilfe verschiedener Maßnahmen Schmerzen reduziert werden, aber auch Körperfunktionen wiederhergestellt und eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Innerhalb der Therapie besteht die Aufgabe in der Indikation, Diagnose, Koordination, Edukation und Patientenberatung und Führung. Oft werden Schmerztherapien bei Patienten erst in einem späteren Stadium der Erkrankung angesetzt, wenn eine tatsächliche Linderung durch andere Behandlungsformen keinen Erfolg hatte.

Welche Schmerztherapien Arten gibt es?

Die Schmerztherapie umfasst verschiedene Arten der Behandlung. Schmerztherapien sind zum einen durch medikamentöse und physiotherapeutische Maßnahmen gängig. Daneben gibt es eine Vielzahl an alternativmedizinischen Verfahren, die eine gute Ergänzung zur Schulmedizin sind und bei bestimmten Patienten besser anschlagen.

Zu den physiotherapeutischen Maßnahmen, z. B. bei Schmerztherapien Wirbelsäule, gehören Massagetechniken, die Thermotherapie, die Akupunktur und Akupressur und die Elektrotherapie.

Eine Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen erfolgt noch einmal anders und durch die Kombination von Maßnahmen. Bei der multimodalen Therapie bestimmen die verschiedenen Fachärzte den Ablauf in enger Zusammenarbeit. Es geht nicht nur um rein somatisch orientierte Ansätze, sondern um eine biopsychosoziale Form der Therapie, bei der physiotherapeutische, psychologische und medizinische Maßnahmen wirksam und aufeinander abgestimmt sind. Eine Kombination der Behandlungsformen und Schmerztherapien Arten bringt oftmals einen schnelleren Therapieerfolg. Das betrifft Schmerztherapien bei Tumoren, verschiedene Schmerztherapien Wirbelsäule und die Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen.

Die psychische Komponente spielt bei Schmerzen eine wesentliche Rolle. Sie ist zwar nicht wichtiger als die medizinischen Komponenten, ermöglicht jedoch ein Erforschen tieferliegender Probleme und dass Betroffene lernen, mit den Schmerzen besser umzugehen und nicht mehr gegen sie anzukämpfen. Sie sollen lernen, wodurch der Schmerz verstärkt oder ungünstig beeinflusst wird und wie sie Schmerzen besser unterbinden. Es geht gleichfalls darum, zu begreifen, dass der Schmerz auch unbewusste Funktionen übernimmt, um mehr Aufmerksamkeit oder Zuwendung zu erhalten. Das kann die Problematik verstärken, statt sie zu reduzieren. Methoden der psychologischen Schmerzbewältigung sind beispielsweise:

  • Hypnose
  • Entspannungsübungen
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Kognitive Therapien
  • Achtsamkeitsbasierende Methoden (zur Schmerzakzeptanz)

Bei chronischen Schmerzen ist eine medikamentöse Behandlung oftmals nicht zu umgehen. Welches Mittel verabreicht wird, hängt ab von der Schmerzintensität, dem Schmerzbild, der Medikamentenverträglichkeit, von begleitenden Leiden oder Nebenerkrankungen. Eine langsamere oder schnellere Wirksamkeit ergibt sich dann im Laufe der Behandlung. Durch die Kombination verschiedener Medikamente ist oft eine verbesserte Schmerzwirksamkeit festzustellen. Präparate können nicht-steroidale Antirheumatika sein, darunter Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen, Opoide wie Morphin, Fentanyl oder Hydromorphon bei mittelstarken und starken Schmerzen oder lokal applizierte Arzneien in Form von Gelen, Salben oder Pflaster.

Welche Erkrankungen und Schmerzen können durch eine Schmerztherapie behandelt werden?

In unserer Klinik in Berlin unterscheiden wir in Patienten, die für einen chronischen Verlauf anfällig sind und in Patienten, die bereits an chronischen Schmerzen leiden. Typische Beschwerden sind Wirbelsäulen- und Nervenschmerzen, Magenschmerzen, Nierenleiden, Schmerz nach Operationen und Unfällen, Kopfschmerzen, Schmerzen am Bewegungsapparat, auch psychosomatische und psychische Störungen, bei denen Schmerz eine Rolle spielt.

Wie erfolgt der Ablauf einer Schmerztherapie?

Die Behandlung in der MEOCLINIC erfolgt bei einem Spezialisten und Facharzt, während der Neurologe und Psychologe die Auslöser und Behandlungsformen klären und festlegen. Die Rücksprache mit dem vorbehandelnden Arzt erlaubt einen besseren Überblick über Vorerkrankungen, Vorbehandlungen, Schmerzursache und nicht wirksamen Maßnahmen. Festgesetzt wird dann, ob eine medikamentöse oder rein physiotherapeutische Behandlung Sinn macht oder auch ein chirurgischer Eingriff.

Der Ablauf einer Schmerztherapie gestaltet sich individuell auf den Patienten zugeschnitten und in Bezug auf die Art des Schmerzes. Das kann stationär erfolgen oder indem der Betroffene über einen längeren Zeitraum täglich in die MEOCLINIC kommt und die Schmerztherapie absolviert. In der Neurologie und Psychiatrie sind Einzelgespräche sinnvoll. Der Psychologe kann direkt auf den einzelnen Patienten eingehen und mit ihm auch die Emotionen während der Behandlung besprechen.

Wie wirksam sind Schmerztherapien?

Schmerzen sind sehr komplex und in der Ursache vielfältig. Handelt es sich um eine reine Reduktion von Schmerzen nach Operationen und während des Ausheilprozesses, ist die Behandlung relativ schnell möglich. Gleiches gilt für akute Schmerzen, deren Auslöser bekannt sind.

Die Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen ist wiederum etwas anders. Patienten erhoffen sich die Schmerzfreiheit natürlich so schnell wie möglich. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, weshalb der Schmerz anhält oder wie er behandelt werden muss. In Hinblick auf die Schmerzfrequenz, Schmerzstärke und das Schmerzempfinden bleibt die Therapie sehr individuell. Der Facharzt setzt die Behandlung dabei auch ganz verschiedenen an. Manchmal ist Bewegung sinnvoll, manchmal nicht. Es geht bei der Schmerzmedizin immer darum, die Funktionen des Gehens, Stehens, Sitzens und Liegens zu verbessern und den Patienten wieder dahin zu führen, dass er seinen Alltag selbstständig meisten kann, am besten ohne Schmerz. Üblich ist eine Linderung von 30 bis 60 Prozent der Schmerzen. Das betrifft die Intensität, aber auch die Reduzierung der Anzahl aller Schmerzattacken.