Restless Legs Syndrom

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Entspannung und Ruhe bringen plötzlich ein Gefühl des starken Ziehens oder “Kribbelns” in den Beinen? Sie haben das Gefühl, diese dann ständig bewegen zu müssen? Sie können kaum schlafen und sind der Erschöpfung nahe? Dann leiden Sie vermutlich unter dem Restless Leg Syndrom (RLS).

In unserer Privatpraxis für Neurologie in Berlin ist unser Neurologe Spezialist für das Restless Leg Syndrom. Erfahren Sie jetzt alles, was Sie zu dieser Erkrankung wissen müssen und wie Ihnen unserer kompetenter Facharzt für Neurologie und Psychiatrie helfen kann.

Restless Leg – das unruhige Bein

Der Begriff Restless Leg bedeutet übersetzt “unruhiges Bein”. Bei den betroffenen Patienten und Patientinnen komme es häufig zu einem quälenden Drang nach Bewegung. Meist zeigt sich in den Beinen auch ein Kribbeln oder Ziehen. Diese Beschwerden äußern sich allerdings nur in Ruhe, bei Bewegung bessern sie sich.

Ursachen für RLS

Bislang sind die genauen Ursachen für Restless Legs noch nicht vollständig geklärt. Einige Anhaltspunkte gibt es dennoch.

So wird dem Nervenbotenstoff Dopamin eine besondere Rolle bei der Erkrankung beigemessen, da Dopamin oder auch Dopaminagonisten zu einer Linderung der Beschwerden führen. Es ist also davon auszugehen, dass bei RLS möglicherweise der Dopamin-Haushalt gestört ist.

Bei etwa der Hälfte der Patienten liegt zudem eine familiäre Disposition vor. In der Familie ist dann mindestens ein Fall von RLS bekannt. Einige Forschungsergebnisse lassen ebenfalls darauf schließen, dass die Erkrankung auch erblich bedingt zu sein scheint.

Das sekundäre Restless Legs Syndrom

Unter Umständen lassen sich die Beschwerden auch als Folge einer anderen Erkrankung identifizieren. Zu diesen gehören beispielsweise:

  • Fehlfunktionen der Schilddrüse (Über- und Unterfunktion),
  • Rheuma,
  • andere Nervenleiden (z. B. Polyneuropathien wie Diabetes mellitus),
  • Radikulopathien (Reizung oder Schädigung einer im Rückenmark befindlichen Nervenwurzel),
  • Eisenmangel,
  • Erkrankungen der Nieren, bei denen Abbauprodukte ins Blut gelangen, welche im Normalfall über den Harn ausgeschieden werden,
  • Koordinationsstörungen bei Bewegungsabläufen, die aufgrund eines Verlusts von Nervenzellen im Rückenmark sowie Kleinhirn auftreten sowie
  • Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva, Schilddrüsenmedikamente, Neuroleptika, Anfallsmedikamente).

Auch während einer Schwangerschaft kann es vorübergehend zu entsprechenden Symptomen kommen.

Restless Leg Symptome

Die typischsten Restless Leg Symptome sind neben dem unaufhaltsamen Bewegungsdrang auch Missempfindungen in Beinen und manchmal auch Armen, die sich sehr unterschiedlich in Form von Reißen, Ziehen, Kribbeln oder einem Druckschmerz äußern.

Sämtliche Beschwerden kommen aus der Tiefe des Beines und lassen sich zumindest kurzzeitig durch Aufstehen, Umhergehen und Bewegung allgemein lindern.

Es ist charakteristisch für das Restless Leg Syndrom, dass sich die Beschwerden in Ruhe verschlimmern. Die Lebensqualität ist bei Betroffenen durch den Bewegungsdrang in allen möglichen Situationen (z. b. beim Kinobesuch, beim Sitzen auf Arbeit, bei einer Zugfahrt) deutlich eingeschränkt.

Am Abend und in der Nacht zeigen sich die Beschwerden ebenfalls und können den Schlaf der Betroffenen erheblich stören. Darauf folgen Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Leistungsschwäche am Tag.

Alle Beschwerden sind in ihrer Häufigkeit und Stärke sehr variabel. Mitunter wird auch nur ein Bewegungsdrang, aber keinerlei Missempfindungen verspürt. Die Krankheit nimmt einen chronisch-progredienten Verlauf. Sie schreitet also schleichend voran und verschlimmert sich mit der Zeit.

Restless Leg Syndrom Kinder

Es können vom Restless Leg Syndrom auch Kinder betroffen sein. In der Regel sind die Beschwerden bei Kindern aber nicht so stark ausgeprägt, dass die Lebensqualität eingeschränkt wäre. Unser Neurologe ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn Sie bei Ihrem Kind – vielleicht auch aufgrund familiärer Vorbelastung – RLS vermuten. Häufig werden schnell Fehldiagnosen gemacht, weshalb eine ausführliche Untersuchung vor Diagnosestellung enorm wichtig ist. Sprechen Sie uns dazu einfach an.

Diagnose des Restless Legs Syndroms

Die Diagnose des Resless Legs Syndroms basiert zunächst auf der Krankengeschichte des Betroffenen. Unser Spezialist in der MEOCLINIC erfragt dabei die konkreten Beschwerden und wann diese Auftreten. Auch interessiert er sich dafür, ob in Ihrer Familie bereits Fälle von RLS bekannt sind. Planen Sie für das Gespräch einige Zeit ein, denn mitunter lassen sich die Missempfindungen schwer beschreiben. Auch wird unser Arzt Sie nach möglichen Folgeproblemen wie Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten befragen.

Im Anschluss an die Anamnese wird eine körperliche sowie neurologische Untersuchung durchgeführt, welche zudem auch andere Ursachen ausschließen soll. In der Regel sind die Ergebnisse dieser Untersuchung bei RLS unauffällig.

Die Diagnose Restless Legs fällt, wenn folgende Kriterien vorliegen:

  • starker Bewegungsdrang der Beine, der von Missempfindungen in den Beinen sowie manchmal auch in Armen und anderen Körperregionen begleitet wird,
  • Beschwerden treten in Ruhe auf oder verschlechtern sich und verbessern sich bei Bewegung
  • am Abend und in der Nacht sind die Beschwerden schlimmer als am Tag oder sie treten nur zu diesen Zeiten auf.

Der Verdacht der Erkrankung kann sich durch

  • familiäre Vorbelastung und
  • unwillkürlich auftretende Bewegungen der Beine im Schlaf sowie im Wachzustand

L-Dopa-Test und weitere Untersuchungen

Mit einem speziellen Restless Leg Test – dem L-Dopa-Test – kann die Verdachtsdiagnose auf RLS recht sicher bestätigt werden. Unser Neurologe verabreicht Ihnen in diesem Fall eine Test-Dosis L-Dopa. Kommt es dadurch zu einer Besserung der Beschwerden, ist das Vorliegen des Restless Legs Syndroms sehr wahrscheinlich. Doch auch wenn dieser Effekt ausbleibt, kann die Erkrankung nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Da auch andere Krankheiten zu Symptomen wie Bewegungsdrang und Missempfindungen führen können, werden zur Abklärung oft noch folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Blutuntersuchungen zur Bestimmung der Schilddrüsen-, Eisen- und Nierenwerte sowie von Vitamin B12 und Folsäure,
  • elektrische Untersuchungen von Muskeln und Nerven (z. B. Elektromyografie, Elektroneurografie) und
  • Untersuchungen des Schlafs (z. B. Aktigrafie, Polysomnografie).

Restless Leg Syndrom Therapie

Sofern das Restless Legs Syndrom nicht auf einer anderen Grunderkrankung beruht (primäres RLS), ist keine direkte Restless Leg Syndrom Therapie möglich. Die Behandlung ist auf die Linderung der Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität ausgelegt. Bei bekannter Ursache (sekundäres RLS) wird die Grunderkrankung behandelt und in einigen Fällen kann das Restless Legs Syndrom vollständig verschwinden.

Welche Therapie für Sie in Frage kommt, wird unser Facharzt für Neurologie und Psychiatrie nach eingehender Untersuchung mit Ihnen besprechen.