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Psychotherapie Die Gesprächspsychotherapie behandelt Erkrankungen mit psychologischen Mitteln durch Kommunikation oder nonverbal in Richtung auf ein mit dem Patienten gemeinsam erarbeitetes Ziel. Im Rahmen einer professionell gestalteten Beziehungssituation wird der Patient durch den interaktionellen Prozess in die Lage versetzt, sein Selbst zu entwickeln, um Symptomreduzierung durch physisches und geistiges Gleichgewicht zu erreichen. Die Psychotherapie ist dem Menschen beim Wiederfinden seines Unbewussten behilflich, damit er die Harmonie zwischen seinem Unbewussten und dem täglichen Bewusstsein wieder herstellen kann. Wesentlich ist die Betonung des einfühlenden Verstehens zur Förderung der Selbstexploration des Patienten. Der Therapeut versucht hierbei, weder zu kritisieren, zu interpretieren oder suggestiv zu beeinflussen, sondern den Patienten zu veranlassen, im Gespräch seine Probleme selbst zu analysieren. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie befasst sich mit der Motivation des Menschen, untersucht die Vergangenheit (Geschichte) und versucht zu ermitteln, was den Menschen glücklich und zufrieden macht, worüber er unglücklich und enttäuscht ist, was ihn in Angst versetzt. Die ersten sechs Lebensjahre sind prägend für die Charakterentwicklung eines Menschen. Es können Hemmungen und Lebensbewältigungsprobleme entstehen, deren Ursprünge dem eigenen Bewusstsein nicht mehr zugänglich sind und durch Bearbeitung von Kindheitserinnerungen und Träumen wieder bewusst gemacht werden. Das gilt für längere Zeiträume, sogar für den Gesamtverlauf des einzelnen Lebens. Es bedarf in der Regel mehrerer Behandlungsstunden, ehe der Patient die elementarsten unerfüllten Wünsche und Kernkonflikte anhand seines eigenen Vorstellungs- und Erinnerungsmaterials erkennen kann. Die therapeutische Beeinflussung, insbesondere die Anleitung zur Selbsthilfe, beseitigen akute Krankheitssymptome und haben dauerhafte Wirkung, indem Verständnis in die eigene Persönlichkeits-, Motivations- und soziale Entwicklung erreicht wird. Psychosomatische Medizin
Die psychosomatische Medizin in der MEOCLINIC ist eine Form der Psychotherapie und bezeichnet eine begrenzte Gruppe von körperlichen Störungen mit Symptomen, deren Verständnis und Behandlung durch Einbeziehung des Seelischen bestimmt werden. Dazu gehören in weiterem Sinne auch körperliche Beschwerdebilder ohne krankhaften organischen Befund. Das Hauptinteresse der Psychosomatik in der MEOCLINIC liegt auf dem Zusammenhang von emotionalen Prozessen und Erkrankungen, bei denen keine klare organische Grundlage ermittelt oder der Organbefund das Gesamtbild der Krankheit nicht hinlänglich erklären kann. Das wichtigste Anliegen ist es, die seelische (psychische) und die körperliche (somatische) Verfassung des Patienten einem ganzheitlichen, psycho-somatischen Zusammenhang zu sehen. Viele Funktionen des Körpers gehen mit seelischen Erregungsabläufen einher. Manche nehmen wir als Gefühl wahr, und Gefühle wiederum können sowohl einzelne Körperfunktionen als auch ganze Organe beeinflussen. Ein harmloses Beispiel ist spürbares Herzklopfen bei großer Freude. Ein weniger harmloses Beispiel ist Bluthochdruck als Folge nicht gespürten, innerseelischen Nebeneinanders von verdrängter Wut und Angst. Wenn man z.B. den psychosomatischen Hintergrund von Herzstörungen analysiert, stößt man fast immer auf zentrale Gefühlsprobleme, die unterdrückt worden sind, in Übereinstimmung mit der intuitiven Einsicht, dass das Herz die Gefühlsregungen symbolisiert. Bei Magengeschwüren kann man sich fragen: "Was frisst diesen Menschen gefühlsmäßig auf? Woran verzehrt er sich?" Mit psychotherapeutischen Methoden können nicht nur Beschwerden des seelischen Empfindens gelindert werden, sondern die psychosomatische Medizin kann auch gestörte Körperfunktionen von der psychischen Seite her wirksam behandeln. Der Psychosomatiker orientiert sich dabei an einem ganzheitlichen, "bio-psycho-sozialen" Verständnis des Patienten. Da die Psychotherapie dabei ein wesentlicher Bestandteil seines ärztlichen Selbstverständnisses ist, wird daher auch immer nach psychischen, familiären und sozialen Gründen der jeweiligen Beschwerden gesucht. Die Psychosomatik ist auch für solche Krankheiten zuständig, die sich zunächst nur in Gestalt von "Problemen" bemerkbar machen. Dahinter können sich "ungelöste Konflikte als Ausdruck von Krankheit" verbergen. Durch die medizinische und psychotherapeutische Kompetenz kann im diagnostischen Gespräch mit dem Patienten die psychosomatische Natur einer Erkrankung erkannt und beurteilt werden, ob weitere gezielte medizinische Untersuchungen notwendig sind. Die Kombination von medizinischen Maßnahmen und Psychotherapie in der MEOCLINIC hat für den Patienten große Vorteile, denn damit wird ein abgestimmtes Vorgehen bei Diagnostik und geeigneter Behandlung gewährleistet. Im Rahmen eines Qualitätsmanagements besteht eine Qualitätskontrolle anerkannter Fachkollegen in der MEOCLINIC, sodass die therapeutische Tätigkeit fachlich interaktiv vernetzt ist. Psychoonkologie Die Krebserkrankung stellt ein besonderes Lebensereignis für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar. Die Diagnose Krebs ist oft mit Ängsten und Vorurteilen verbunden. Krebskranke "erleben einen Sturz aus der normalen Wirklichkeit", häufig kommt es zu einer Konfrontation mit dem Sinn und der Bedeutung der Lebensweise des Patienten. Erfahrungen mit psychosomatischen Erkrankungen können in der Behandlung Krebskranker fruchtbar werden, indem der Patient bei der emotionalen Krankheitsbewältigung und bei der Bewältigung seiner aktuellen Probleme unterstützt wird. Die Psychoonkologie kann in dem Patienten eine positive Sinnfindung initiieren und neue konkrete Zielsetzungen für die Zukunft entwickeln. Eine zentrale Aufgabe der psychotherapeutischen Arbeit mit krebskranken Patienten ist die Bestärkung ihrer Hoffnung in die Möglichkeit der Heilung. Hypnosuggestive- und Imaginationsarbeit bestehen darin, dass sich der Patient das gewünschte Ergebnis (z.B. Gesundheit) mehrmals täglich auf eine Weise so vorstellt, wie es für ihn persönlich passt und bedeutungsvoll ist. Mit hypnotherapeutischen Maßnahmen kann eine Schmerzminderung durch Einengung der Aufmerksamkeit auf die Erwartung von geringen Schmerzen einerseits und Dämpfung der Sympathikusaktivität andererseits bewirkt werden. Der Patient wird hypnotherapeutisch ermutigt, emotionalen Schmerz und Hoffnungslosigkeit zu bewältigen. Psychoanalyse Die therapeutische Analyse soll den Patienten über die Aufhebung von (unbewussten) Kausalzusammenhängen frei machen, am gesellschaftlich ablaufenden Prozess bewusst, reflektierend teilzunehmen, ihn zu durchschauen und womöglich zu beeinflussen, ohne dabei von irrationalen Zwängen geleite zu werden. Freud erkannte in seinen "Studien zur Hysterie" (1895), dass seelische Erkrankungen in bestimmten traumatischen zwischenmenschlichen Verhältnissen gründen, und dass sie zur Auflösung gebracht werden können, wenn es gelingt, ihre Symptomatik in dem ursprünglich pathologischen Verhältnis, also jetzt im Arzt-Patienten-Verhältnis zur Darstellung zu bringen. Der Patient inszeniert, nicht ohne Mitwirkung des Analytikers, diejenigen zwischenmenschlichen Probleme im Umgang mit dem Arzt, die den Ursprung seiner Erkrankung enthüllen bzw. sich im Verhältnis zum Therapeuten abbilden. Durch die Berarbeitung der Übertragungsneurosen gewinnt der Patient eine neue zwischenmenschliche Beziehung und damit die Möglichkeit zu einer seelischen Neustrukturierung. Hypnotherapie
Die therapeutische Hypnotherapie kann vereinfacht als symptomorientierte Suggestivtherapie in Trance bezeichnet werden, die die Bedeutung des Symptoms und dessen lebensgeschichtliche Begründung berücksichtigt.
Aus medizinischer Sicht werden in der Gehirnforschung vier Hauptbereiche der Gehirnwellen-Aktivität unterschieden: Der Beta-Zustand, der für Hektik, innere Unruhe und unausgeglichenen Bewusstseinszustand, aber auch in Verbindung mit dem Alpha-Zustand für erhöhte angespannte Aufmerksamkeit steht. Der Alpha-Zustand ist ein ruhiger, ausgeglichener Bewusstseinszustand, der besonders beim Schließen der Augen entsteht und Konzentration, Merkfähigkeit und ein integriertes Körper/Geistgefühl bewirkt. Der Theta-Zustand steht für tief entspanntes Bewusstsein und ist charakteristisch für Imaginationen und bildhaftes Erleben. Delta-Zustände sind nur selten bewusst wahrnehmbar, da sie hauptsächlich im Schlaf und Tiefschlaf vorherrschen. Bei Selbstregeneration und Heilung sind sie von großer Bedeutung. "Man schläft sich gesund". Durch Hypnotherapie wird ein natürlicher Bewusstseinszustand in Richtung der Konzentration sowie Erweiterung des Bewusstseins auf sonst unbewusste innerseelische, geistige und körperliche Bereiche gezielt hervorgerufen. Die Hypnotherapie ermöglicht körperliche, seelische und geistige Leistungen, die willkürlich nicht zu erbringen sind. In der Hypnotherapie ist Trance dadurch gekennzeichnet, dass der Patient seine Persönlichkeit behält. Hypnotherapie kann zur Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt werden: Psychosomatische Beschwerden, Schmerzen, Phobien, Ängsten und Zwängen. Bei einigen dieser Erkrankungen, vor allem bei den psychosomatischen Krankheiten, können die Symptome auf drei verschiedenen Ebenen auftreten. Diese sind die körperliche, die subjektive, gedankliche, gefühlsmäßige und die Verhaltensebene. Alle drei Ebenen hängen miteinander zusammen, beeinflussen und verstärken sich unter Umständen gegenseitig und sollten einzeln oder aufeinanderfolgend behandelt werden. Dabei bieten sich für die entsprechenden Ebenen an: Entspannungsübungen, Bearbeitung des Selbstbildes durch Erleben, Fühlen und Mobilisieren der eigenen Kraft, Stärke und Zuversicht, die vorhanden, doch verschüttet waren. Hypnotherapie ist ein hochwirksames therapeutisches Instrument, welches in Kombination mit Gesprächspsychotherapie zur Bearbeitung der genannten Erkrankungen und Probleme auf allen drei Ebenen angewendet werden kann. Mit suggestiven Sprachmustern und indirekten Hypnoseinduktionen, teils in Form von Einstimmungsmeditation, teils im Gespräch, werden krankmachende Einstellungen des Patienten veränderbar. Diese Einstellungen betreffen unser Wesen als Menschen und grundlegende Haltungen zu Leben und Tod, Sinn und Schicksal. Die Verwendung der Vorstellungskraft für Heilungsprozesse ist seit der Urzeit bekannt und in allen Völkern verbreitet. "Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben, Sucht erst den Geist herauszutreiben, Dann hat er die Teile in seiner Hand, Fehlt, leider! nur das geistige Band". (Goethe, Faust) Homöopathie Heilung durch Ähnlichkeit Hahnemann erkannte zwei Tatsachen in der Medizin: erstens, dass eine Substanz bei einem Menschen Symptome hervorrufen kann, zweitens, dass dieselbe Substanz einen Kranken zu heilen vermag. (Ähnlichkeitsgesetz). "Was die Wunde schlug, wird sie auch heilen" ist die älteste uns bekannte Formulierung dieses Gesetzes. Nach dieser Ähnlichkeitsegel wird das Mittel bestimmt, das den Symptomen des Patienten ähnliche Erscheinungen hervorrufen kann. Symptome spiegeln das innere Wesen der Krankheit nach außen und machen es für den homöopathischen Arzt deutbar. Für jedes mögliche Verhaltensmuster der Persönlichkeit wie des Organismus, daher auch für jedes Krankheitsbild, gibt es ein Substanzmuster "draußen", das ein Duplikat derselben darstellt. So sind die Symptome die Wegweiser zur Findung der Arznei, die im individuellen Fall die Heilung induziert. Schon Paracelsus schreibt: "Und so wird Ähnliches zu Ähnlichem gefügt und Ähnliches heilt Ähnliches". Neben der Psychotherapie kann die Homöopathie den Anspruch erheben, noch immer die fast einzige individuelle Therapie zu sein, die den Patienten in seiner untrennbaren Einheit von Körper, Geist und Seele erfasst. So ist Psychotherapie auch Homöopathie im weiteren Sinne. In einem allerdings unterscheidet sich die homöopathische Behandlung von der psychotherapeutischen, das ist die Haltung des Patienten. Diese soll während der homöopathischen Behandlung abwartend und passiv sein, während die analytische Therapie Eigenverantwortung für die Krankheit und aktive Arbeit an sich selbst erfordert. Ärzte im Fachgebiet Psychotherapie - Psychosomatische Medizin |